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Unterwürfigen Pferden vertraut man nicht

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Unterwürfigen Pferden vertraut man nicht

Icelandic horse, mare and foal

Photo: Dagmar Trodler.

Den Trend, junge Pferde unter Zwang abzulegen, um ihr Vertrauen zu gewinnen, hat der Western-Vaquero-Trainer Jeff Sanders aus Santa Monica auch beobachtet. “Ich finde das überhaupt nicht gut,” sagt der Californier, der mit seiner bildschönen Darbietung einer Cowboydressur im Internet Aufsehen erregte.

Er hält das Ablegen unter Zwang für ein Missverständnis einer alten Trainingsmethode, die auf aggressive und wilde Pferde angewandt wurde. “Mit den modernen Hauspferderassen gibt es schlicht und ergreifend keinen Grund mehr dafür, und es ist sogar ziemlich kontraproduktiv,” urteilt er.
“In der Rinderarbeit, und vor allem in der Arbeit mit gefährlichen Rindern brauchen wir allem voran zwei Dinge: Vertrauen und Reaktionsfähigkeit. Das ist wie zwei Soldaten, die zusammen in den Kampf ziehen. Einer trägt die Verantwortung und gibt die Kommandos, aber sie arbeiten dicht zusammen, um ihr Ziel zu erreichen und sie schützen sich gegenseitig.” erklärt der Cowboy.
Es sei keine 50/50-Partnerschaft, denn der Reiter könne Probleme vorhersehen und Gefahren vorbeugen und halte daher den kontrollierenden Part inne, zur Sicherheit für beide.
In der alten californischen Reitweise vertraue das Pferd dem Reiter und umgekehrt. “Einem unterwürfigem Pferd könnte ich in gefährlichen Situationen niemals vertrauen,” sagt Jeff.
“Wenn seine Furcht vor etwas seine Unterwürfigkeit übersteigt, wird es für beide gefährlich. Wenn jedoch das Pferd dem Reiter wie einer Mutter vertraut, kommt man aus Gefahrensituationen viel leichter wieder heraus.”
Jeff Sanders betreut in Deutschland auch Islandpferde in seinen Kursen. Ihr freundliches, offenes Wesen spreche ihn sehr an, sagte der Trainer, er arbeite sehr gerne mit ihnen.
Auf Jeffs Homepage kann man mehr lesen über die Unterschiede in der Vorgehensweise von Vaqueros und anderen Cowboytraditionen.
Hier lesen Sie eine weitere Meinung zur Sache.

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