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Húsavík als Treffpunkt für Wikinger, Raumfahrer und andere Entdecker

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Húsavík als Treffpunkt für Wikinger, Raumfahrer und andere Entdecker

Exploration Museum

Museums-Chef Örlygur Hnefill Örlygsson und ein Asronaut. Photo: Gabriele Schneider.

Húsavík hat ein Gemeindemuseum, in dem Geschichte, Kunst, Naturschätze und alles rund um die Fischerei in der Gegend gezeigt wird. Húsavík hat auch ein Walmuseum. Und nun hat Húsavík auch ein Entdeckungs- und Erforschungsmuseum (Exploration Museum).

Das Exploration Museum befasst sich mit der Besiedelung Húsavíks, der Erkundung der Pole, mit den Wikingern und - mit der Raumfahrt.

Mit der Raumfahrt hat auch alles begonnen, reifte die Idee eines solchen Museums in Örlygur Hnefill Örlygsson. Denn 2011 kuratierte und organisierte der junge Mann aus Húsavík bereits eine Ausstellung im Gemeindemuseum über die Astronauten, die Mitte der 1960er Jahre im Bezirk Þingeyjarsýsla, beim Vulkan Askja in der Nähe des Sees Mývatn für die erste Mondlandung trainiert haben.

Das neue Museum enthält viele spannende Exponate: Kunstwerke, einen echten Stein vom Mond, lebensgroße Wikinger- und Raumfahrerpuppen, den ersten Luftpostbrief Islands und vieles mehr.

Am Sonntag wurde das Museum offiziell eröffnet. Neben Industrieministerin Ragnheiður Elin Árnadóttir, Gesundheitsminister Kristjan Thor Júlíusson und dem früheren Minister Össur Skarphéðinsson nahm auch Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson daran teil.

Der Staatspräsident reiste zusammen mit dem Piloten und Gründer der Fluglinie Air Atlanta Icelandic Arngrímur Jóhansson in einem Wasserflugzeug an.

Als besonderes Geschenk überreichte Arngrímur Jóhansson Museumsgründer und -Leiter Örlygur Hnefill Örlygsson ein großes Bildnis des ersten Siedlers von Húsavík, Náttfari. Künstler Kristinn G. Jóhannsson malte das Bildnis im Auftrag seines Bruders Arngrímur eigens für das Museum.

Exploration Museum

Das Bildnis des Náttfari, ein Geschenk an das Museum. Photo: Gabriele Schneider.

Als der schwedische Wikinger Garðar Svavarsson die Insel im Jahr 870, nach einem Aufenthalt von einem Winter Länge wieder verließ, ließ er Náttfari und zwei Sklaven zurück. Náttfari ließ sich im fruchtbaren Tal Reykjadalur nieder, doch als die Zeit der Besiedelung Islands einsetzte, musste er von dort in eine weniger gastfreundliche Gegend am Meer, in die Bucht Flateyjarskaga nahe Húsavík, umsiedeln, der heutigen Náttfarivík.

Exploration Museum

Örlygur Hnefill Örlygsson (r.), Museums-Mitarbeiter Einar Magnús Einarsson und ein Wikinger. Photo: Gabriele Schneider.

Das Exploration Museum befindet sich in Hlöðufell in der Héðinsbraut 3a, dem Gebäude, in dem bis vor einigen Jahren das Säugetier-Penis-Museum untergebracht war. Die Ausstellung, die auf drei Stockwerke verteilt ist und auch über eine Kinder-Aktivecke verfügt, hat täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet.

Wer mit vollem Körpereinsatz für das Exploration Museum werben möchte, kann dies den Sommer über in einem Raumanzug tun. Hier finden sie das Video-Stellenangebot.

Ende der Woche berichten wir in unserer Rubri.„Kulturblick“ ausführlich über die Eröffnungsfeier sowie die Hintergründe und Exponate des Museums.

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