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Kaisergranat ist Sorgenkind

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Kaisergranat ist Sorgenkind

lobster

Photo: Wikipedia

Vergangene Woche veröffentlichte das Meeresforschungs-Insitut Islands (Hafrannsóknastofnun) die Ergebnisse seiner jährlichen Expedition zur Messung des Langusten-Bestands, die im Mai stattfand. An 55 Standorten entlang der Küste wurden Messungen vorgenommen, von Jökulsdjúp im Südwesten über Reykjavík bis nach Lónsdjúp im Osten.

Langusten, die auch als Kaisergranat bekannt sind, sind kleine Hummer, die die atlantischen Gewässer bis hoch nach Island und in südlicher Richtung bis ins Mittelmeer bewohnen, und sind für die Länder von hoher wirtschaftlicher Bedeutung, die Zugang zum Bestand haben.

Die isländischen Bestände dieses Jahres liegen unter dem Durchschnitt der zurückliegenden 25 Jahre, haben seit dem Rekordjahr 2008 weiter abgenommen.

Die meisten von der Forschergruppe gefangenen Tiere waren ausgewachsene zehn- bis zwölfjährige Hummer, und der Anteil an älteren Tieren (älter als 14 Jahre) war nie höher. Besonders alarmierend ist das Rekordtief, was die Anzahl an gefangenen Jungtieren betrifft, was ein Hinweis auf in den letzten Jahren zurückgegangene Brutzahlen ist.

Wie das Meeresforschungs-Institut mitteilte, konnte eine Umverteilung oder Wanderung der Bestände in nördliche Richtung verzeichnet werden, was auf steigende Meerestemperaturen zurückgeführt wird. Im Jahr 2012 wurden in Ísafjarðardjúp in den Westfjorden zum ersten Mal Langusten gefangen, und es sind Messungen für das Meer um die Halbinsel Snæfellsnes, West-Island geplant, wo Langusten bislang nie kommerziell gefischt wurden, die Menge, die zusammen mit Fisch aus dem Meer geholt wurde, in letzter Zeit aber deutlich stieg.

Kaisergranat wird von der Weltnaturschutzunion IUCN derzeit als „nicht gefährdet“ gelistet.

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