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Landsmót und der Alkohol

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Landsmót und der Alkohol

Veröffentlichung des Reiterverbandes im Jahr 1950. Photo: timarit.is.

Bei Wind und Kälte ist es kein Wunder, daß der Mensch nach Wärme sucht. Für manchen ist sie am ehesten im Inhalt einer Flasche zu finden. Alkoholgenuß und Sportveranstaltungen sind uralte Freunde, und schon beim ersten Landsmót im Jahr 1950 schien es den Veranstaltern angebracht, eine offizielle Warnung zum Thema zu veröffentlichen. Das obige Foto findet sich in sämtlichen alten Tageszeitungen, hier die Übersetzung des Textes:

"Das erste Landsmót der Reiter findet in diesen Tagen auf dem Þingvellir statt. Dort wird die bemerkenswerteste Schau der schönsten und besten Reitpferde des Landes vor sich gehen, sowie die ersten echten Pferderennen des Landes.

Alle Reiter und eigentlich alle Landsmänner sollten Sorge tragen, daß dieses Treffen mit allem Respekt und vorbildlich vonstatten geht. - Wir heißen alle Teilnehmer der Schau, Reiter und andere, uns darin zu unterstützen, daß dies auch geschieht.

Insbesondere fordern wir alle Teilnehmer auf, während der Schau keinen Alkohol zu konsumieren, da dieses wegen des vielen Verkehrs von Pferden und Autos hochgefährlich werden kann.

Wir treffen uns gesund auf dem Þingvellir.

Der Vorstand des Landssamband hestamannafélag“

Die Zuchtschau in 1950 wurden dennoch von Unfällen überschattet. Die Tageszeitung Visir berichtet von einem schlimmen Unfall beim LM, wo ein 33-jähriger Mann in der Nacht zum Sonntag ein ungezähmtes oder ungesatteltes Pferd bestieg. Das Pferd rannte los und der Mann stürzte. Ein Arzt kümmerte sich im Zelt um den Verletzten, der am nächsten Morgen per Krankenwagen nach Reykjavík gebracht wurde, wo er am selben Abend noch an den Folgen eines Halswirbelbruchs verstarb.

Alþyðublaðið weiß von zwei weiteren Unfällen. Ein Mann stürzte vom Pferd und zog sich eine Schulterluxation zu, ein dritter wurde von einem erschreckten Pferd mit dem Huf im Gesicht getroffen.

Im heutigen Hella ist es bislang ruhig zugegangen. Die Polizei zeigt regelmäßig Präsenz, um auch Diebstählen vorzubeugen. Und so richtig einladend ist das Trinken bei den Alkoholpreisen in Island ohnehin nicht.

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