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Importware Insekt

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Importware Insekt

Greenhouse, Iceland

Photo: Páll Stefánsson.

Die Wochenzeitung Viðskiptablaðið berichtet, dass im ersten Halbjahr 2014 fast 600 Kilogramm lebende Insekten nach Island importiert wurden. Bienen sind in dieser Zahl nicht enthalten.

Der finanzielle Wert der hauptsächlich aus Belgien und Großbritannien eingeführten Tiere beläuft sich auf etwa ISK 4,5 Millionen (29.000 Euro).

Die Hauptkunden für Insekten sind Landwirte, die Gurken, Paprika, Tomaten, Blattgemüse und Blumen in Gewächshäusern im ganzen Land ziehen.

Die importierten Insekten ernähren sich von einheimischen Insekten wie der Blattlaus.

„Es ist ihre Aufgabe, andere Insekten zu töten. Sie können sich nicht fortpflanzen, weil sie ausschließlich in Gewächshäusern gehalten werden“, erklärte Ellert Þorgeirsson, Verkaufsleiter im Gartencenter Garðheimar.

Die Insekten werden statt Pestiziden eingesetzt und machen isländische Gewächshaus-Erzeugnisse damit chemikalienfrei.

In weit geringerem Ausmaß werden die Tiere auch für Experimente in der Nahrungsmittelindustrie verwendet.

Matís, ein unabhängiges, in Staatsbesitz befindliches Forschungsunternehmen im Bereich Lebensmittel und Biotechnologie, importiert und züchtet Insekten wie die Larve der Soldatenfliege (Hermetia illucens) und setzt sie in der Verarbeitung biologischer Abfälle ein. Anschließend werden die Larven als Fischfutter in Fischzuchtbetrieben verwendet.

Matís verwendet die Larven, die 60 Prozent Eiweiß und gutes Fett enthält, nun auch für Versuche in Produktion von Lebensmitteln für den Menschen.

„Wenn man ihnen Tomaten zu fressen gibt, bekommen sie einen interessanten Tomaten-Geschmack“, berichtete Ragnar Jóhannsson, Manager im Geschäftsbereich Standortmarketing bei Matís.

Matís untersucht, ob man die Larven mit Gemüse füttern kann, das in Geschäften nicht verkauft werden kann, und anschließend, ob die Larven als Lebensmittel für Menschen oder zur Herstellung von Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden könnten.

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