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Neun Zuchtpferde wegen Maulverletzungen ausgeschlossen

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Neun Zuchtpferde wegen Maulverletzungen ausgeschlossen

Durch die Zungenfreiheit liegt das Gebiß direkt auf den Laden. Photo: Dagmar Trodler

Die Ergebnisse der Mauluntersuchungen beim diesjährigen Landsmót hestamamanna werden in Kürze nachzulesen sein, eine grundsätzliche Erklärung ist von der Veterinäraufsichtsbehörde MAST bereits veröffentlicht worden.

“Die Zuchtbranche steht nun vor der Entscheidung, ob die Islandstange mit Zungenfreiheit verboten werden soll,” sagte Sigriður Björnsdóttir, die isländische Tierärztin, die seit Jahren Maulkontrollen bei isländischen Großturnieren organisiert und unlängst eine Studie über Maulverletzungen bei Sportpferden veröffentlicht hat. “Wir mussten beim Landsmót in diesem Jahr neun Zuchtpferde von der weiteren Teilnahme ausschließen, weil sie Verletzungen im Kieferbereich hatten.”

Ruv.is zufolge werden Pferde von einem Turnier ausgeschlossen wenn sie beim Vetcheck mit Verletzungen dritten Grades auffallen, nicht wegen kleinerer Verletzungen.

Die Islandstange mit Zungenfreiheit war einige Wochen vor dem Landsmót vom isländischen Reiterverband LH verboten worden, nachdem eine umfassende Statistik aus dem Jahr 2012 ein 75 mal höheres Verletzungsrisiko für Pferde zeigte, die mit jenem Gebiß geritten werden. Das Verbot konnte jedoch nur für den Sportbereich durchgesetzt werden, in den Zuchtprüfungen, wo die jüngsten Pferde vier Jahre alt sind, ist das Gebiß weiterhin in Gebrauch.

Bei den Sportpferden waren in 2014 keine Verletzungen festgestellt worden, die einen Turnierausschluß nach sich zogen, es seien sogar weitaus weniger Verletzungen insgesamt gefunden worden. Den Untersuchungsergebnissen zufolge trage das Verbot der Islandstange mit Zungenfreiheit zweifellos den größten Anteil an dieser positiven Entwicklung. Im Zuchtbereich hingegen sei diese Entwicklung nicht zu finden, heißt es in der Presseerklärung von MAST. .

Die Maulkontrollen seien nur eine Möglichkeit von vielen, das Wohl von Turnierpferden zu garantieren. Maulverletzungen sind am leichtesten festzustellen und Vergleichsdaten sprechen eine deutliche Sprache in Bezug auf die Harmonie zwischen Pferd und Reiter, heißt es weiter in der Meldung. Die Gesundheitsuntersuchungen bei den Großturnieren müssten fortgeführt werden, denn nur so könnten die Auswirkungen von veränderter Reitweise, Ausrüstung oder Richtwesen auf das Wohl der Sportpferde festgestellt werden.

“Die Reiter sind sehr an Verbesserungen interessiert, die liegen alles andere als auf der faulen Haut,” sagte Sigríður. “Sie haben sich bemüht, die Zustände zu verbessern, und das ist gelungen. Am besten ist es dort gelungen, wo man dieses Gebiß [die Islandstange mit Zungenfreiheit] nicht mehr benutzt.”

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