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Isländer haben biologisch kürzere Tage

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Isländer haben biologisch kürzere Tage

Austurstræti, Reykjavík

In Reykjavík. Photo: Páll Stefánsson.

In diesem Januar sollen in Island umfangreiche Studien zur Auswirkung auf die kürzeren Tage bei Isländern angestellt werden. Die Uhr wird in Island nicht wie in Europa der Winterzeit angepasst, sondern läuft seit dem Jahr 1968 nach Greenwichzeit.

Das bedeutet, dass Reykjavík im Durchschnitt gegen halb zwei erst Mittag ist. Wissenschaftler glauben, dass diese kürzeren Tage Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen haben, berichtet ruv.is.

Erste Studien dieser Art waren vor 20 Jahren angestellt worden. Damals kam heraus, dass Menschen bis zu einem Alter 30 Jahre einen verspäteten Tagesrhythmus haben. Sie schliefen an Werktagen nicht tief genug.

Spätere Folgestudien zeigten, dass vor allem junge Menschen ernsthafte Probleme hatten, morgens auf die Beine zu kommen. 35 Prozent der Befragten zwischen 16 und 19 Jahren litten überdurchschnittlich häufig unter der sogenannten Uhrmüdigkeit.

„Diese Leute fielen in der Schule durch wegen ständigen Zuspätkommens und wir überlegten, ob es da eine Verbindung geben könnte,“ erklärte die Biologin Björg Þorleifsdóttir.

Eine weitere Auswirkung des verspäteten Tagesrhythmus könnte der erhöhte Schlafmittelverbrauch der Isländer sein. „Es gibt Zusammenhänge zwischen zu kurzen Schlafperioden und gesundheitlichen Problemen.“

Die neue Studie soll in diesem Januar in einer Zusammenarbeit von Psychologen, Pharmazeuten und Biologen der Universität Islands erstellt werden. 10.000 Personen werden per Post einen Brief mit Fragebogen erhalten, eine weitere Umfrage soll dann im Hochsommer erfolgen.

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