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Bárðarbunga- Caldera hebt sich wieder

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Bárðarbunga- Caldera hebt sich wieder

Bárðarbunga volcano under Vatnajökull glacier.

Bárðarbunga. Photo: Páll Stefánsson.

Auch am Krater der Bárðarbunga hat Bewegung eingesetzt. Der Vulkanologe Haraldur Sigurðsson schreibt in seinem Blog von Hinweisen darauf, dass die Caldera, die den Ausbruch in der Holuhraun mit Lava gespeist hatte und sukzzessive abgesunken war, sich wieder anhebt.

Das Anheben der Caldera könnte bedeuten, dass sich Magma in der Magmakammer ansammelt und Druck aufbaut, welcher unter Umständen in einer weiteren Eruption resultieren könnte.

„Als das Absinken [der Caldera] aufhörte, entwickelte sich die Aufzeichnungskurve der GPS-Sensoren an der Bárðarbunga horizontal. In den Graphiken der isländischen Erdbebenüberwachung vom 7. Februar bis 7. März zeigt eine blaue Kurve keine oder minimale horizontale Bewegungen auf der Oberfläche“, schreibt Haraldur.

„Ich habe eine rote Linie als Vergleich eingezeichnet [siehe Haraldurs blog]. Sie zeigt ganz klar, dass der GPS-Sensor in den vergangenen Tagen gestiegen ist. Das kann durch zwei Dinge verursacht sein: (A) Das Eis unterhalb des Sensors fliesst in die Senke …. (B) Die Caldera hebt sich wieder, weil Magma aus dem Erdmantel in die Magmakammer unterhalb der Bárðarbunga fliesst.“

„Ich tendiere eher zu der zweiten Erklärung, doch die Zeit wird es zeigen. Wenn (B) richtig ist, dann wird der Magmafluss aus der Tiefe in die Magmakammer viele Jahre in Anspruch nehmen, bevor der Stand erreicht ist, den die Bárðarbunga vor dem Ausbruch hatte, der in 2014 begann,“ erklärt Haraldur.

Andere Wissenschaftler hatten vorhergesehen, dass die Bárðarbunga in naher Zukunft erneut ausbrechen wird und dass der Ausbruch in der Holuhraun nur den Anfang einer Serie von Ausbrüchen markiere.
http://icelandreview.com/de/news/2015/02/25/experten-ende-des-ausbruchs-...

Der Ausbruch hatte angehalten, während die Caldera sich absenkte und Magma aus der Magmakammer in den Intrusionsgang floss, der den Vulkan mit dem Gebiet der Holuhraun nördlich des Gletschers verband.

Unter Verwendung von Sensordaten aus der Caldera hatten Haraldur und sein Enkel Gabríel Sölvi die Absenkung ausgerechnet und wann sie aufhören würde, was bedeuten würde dass die Magma nicht weiter in den Gang fliesst und der ausbruch zu einem Stillstand käme. Sie hatten vorausgesagt, dass dies am 4. März passieren würde. Der Ausbruch war am 27. Februar zuende – Haraldur und Gabríel hatten damit nur fünf Tage danebengelegen.

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