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Streit um vier zusätzliche Kraftwerke

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Streit um vier zusätzliche Kraftwerke

Búrfell hydropower plant

Themenfoto. Photo: Páll Stefánsson.

Die isländische Umweltministerin Sigrún Magnúsdóttir wird aller Voraussicht nach nicht den Vorschlag des Parlamentsausschusses für Umwelt, Fischerei und Beschäftigungsfragen unterstützen, vier weitere Kraftwerkspläne aus der Wartekategorie in die Planungskategorie zu verschieben, berichtet Vísir.

Der vormalige Umweltminister Sigurður Ingi Jóhannsson hatte noch vor dem Jahreswechsel vorgeschlagen, das Kraftwerk Hvammsvirkjun an der Þjórsá in Südisland in die Planungskategorie zu setzen. Der Parlamentsausschuss schob nun noch vier weitere Kraftwerke, das Holta- und das Urriðakraftwerk an der unteren Þjórsá, sowie die beiden Kraftwerke Hagavatnsvirkjun und Skrokkölduvirkjun, zur Abstimmung auf die Tagesordnung des Parlamentes, welches nur noch neun Tage lang zusammentrifft.

Die Opposition setzte alles daran, den Tagesordnungspunkt streichen zu lassen, doch der Antrag wurde gestern abgelehnt.

Árni Páll Árnason, der Vorsitzende der Sozialdemokraten, bezeichnete den Vorschlag des Ausschusses als „genauso verrückt und genauso weit hergeholt wie wenn man am Gullfoss ein Kraftwerk bauen wollte.“ Andere Oppositionssprecher äusserten sich ähnlich deutlich.

„Dieser Vorschlag kommt wie ein Geist der Zwietracht hier ins Parlament. Er trifft seinen Nerv während einer der schwersten Tarifverhandlungen, die diese Nation je geführt hat,“ sagte Guðmundur Steingrímsson, der Vorsitzende der Partei Helle Zukunft.

Die Umweltministerin Sigrún Magnúsdóttir ist nicht einverstanden mit dem Vorschlag des Ausschusses, die zusätzlichen Kraftwerke zur Abstimmung zu bringen.

Sie wäre lieber bei dem Vorschlag des ehemaligen Umweltministers geblieben, doch respektiere sie das Recht der Parlamentsabgeordneten und Ausschüsse, Vorschläge zu unterbreiten.

„Ich bin mit dem Hagavatnsvirkjun nicht einverstanden. Ich finde, dass es dort weiterer Untersuchungen bedarf,“ sagte sie. Das gleiche gelte für das Skrokkölduvirkjun. Sie wolle sich nicht festlegen, wie sie bei der Abstimmung entscheide. Sie hätte es gut gefunden, wenn der mit der Umweltverträglichkeitsuntersuchung der Kraftwerksvorschläge betraute Ausschuss noch eineinhalb Jahre mehr Spielraum gehabt hätte.

Am heutigen Nachmittag findet um 16.30 Uhr auf dem Austurvöllur Platz vor dem Parlament in Reykjavík eine Demonstration gegen die Abstimmung um die Kraftwerke statt. Aufgerufen dazu hatten die isländischen Umweltverbände

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