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Waffen an Norwegen zurückgegeben

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Waffen an Norwegen zurückgegeben

Viking Squad

Themenfoto. Photo: RÚV.

Die Schnellfeuerwaffen, die die isländische Küstenwache und die Staatspolizei im letzten Frühjahr von der norwegischen Armee erhalten hatten, sind gestern morgen mit einer Passagiermaschine der Fluggesellschaft Icelandair nach Oslo geschickt worden.

Ursprünglich hatten die Waffen letzten Donnerstag ausgeflogen werden sollen, doch hatte es wohl technische Probleme gegeben. RÚV berichtet, dem Radio Programm Spegillinn sei es nicht gelungen, Einzelheiten dazu herauszufinden.

Die Führung der isländischen Staatspolizei habe an die Küstenwache verwiesen, ebenso wie das Innenministerium, von der Küstenwache seien jedoch keine Informationen gekommen, weder Telefonanrufe noch Emails beantwortet worden. Die norwegische Armee hingegen ließ wissen, dass es ein Abkommen mit der Küstenwache gebe, Norwegen mit einer Woche Vorwarnung wissen zu lassen, wann die Waffen ausgeflogen werden. Solch eine Ankündigung sei nicht eingegangen.

Die Waffen hatten sich etwa ein Jahr lang in Island befunden. Im Dezember 2013 hatte die Küstenwache einen Vertrag oder eine Abmachung zur Übersendung von 250 Schnellfeuerwaffen des Typs MP5 getätigt. 100 dieser Waffen sollten der Küstenwache zur Verfügung stehen, und 150 Waffen an die Polizei gehen. Die Küstenwache war davon ausgegangen, dass die Waffen ein Geschenk der norwegischen Armee gewesen seien. Es hatte sich jedoch um einen Verkauf gehandelt, worauf von Küstenwache und Polizei entschieden wurde, die Waffen zurückzugeben, da Gelder für den veranschlagten Preis von elf Millionen ISK, zahlbar in zwei Raten, nicht vorhanden war.

Kennzeichnend für die Waffenaffäre war ihre zähe Informationspolitik sowie die Tatsache, dass die norwegische Armee auf Fragen stets sofort geantwortet hatte. Auch im Fall des Rücktransportes ist dies der Fall. Der Sprecher des norwegischen Heeres Sven H. Halvorsen bestätigte Spegillinn gegenüber, dass die Waffen wohlbehalten in Norwegen angekommen seien.

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