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Trauung ohne Kirche wird immer beliebter

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Trauung ohne Kirche wird immer beliebter

Photo: Ibrahim Asad

Eheschließungen ohne kirchliche Trauung, die durch Vertreter von Siðmennt, der isländischen ethisch-humanistischen Gesellschaft vollzogen werden, sind im vergangenen Jahr immer beliebter geworden. Zertifizierte Mitglieder der Organisation dürfen seit dem Jahr 2013 Paare trauen.

In diesem Jahr haben bislang 85 Paare sich von ihnen trauen lassen, im vergangenen Jahr waren es nur 56 gewesen.

Svanur Sigurbjörnsson, Zeremoniendirektor bei Siðmennt, sagt, am beliebtesten seien Trauungen draußen in der Natur.

“Wir sind da sehr flexibel und können unser Amt an jedem Ort und zu jeder Zeit ausüben. Immer mehr Leute sind bei diesen Trauungen dabei und so gibt es eine gute Mundpropaganda für diese Möglichkeit“, sagte Svanur DV gegenüber.

Siðmennt ist keine religiöse Organisation, sie verfolgt eher philosophischen Grundsätzen. Die Zeremonien enthalten daher kein religiöses Element, sondern „ethische Botschaften mit Werten, die alle Menschen teilen.“

„Wenn die Leute nicht an dem religiösen Aspekt einer Trauung interessiert sind, kann diese Trauung noch mehr Bedeutung erhalten. Uns ist besonders wichtig, die Geschichte des Paares in die Trauung einzuflechten, und unsere Zeremonien sind ein Mix aus Intimität und Freude“, sagte Svanur.

Jeder kann eine Trauungsanfrage stellen. Ein Bewerbungsformular ist auf der Webseite der Organisation in englischer und isländischer Sprache erhältlich. Siðmennt diskriminiert nicht und traut Menschen, ganz gleich welchen Geschlechts sie angehören oder welche sexuelle Neigung sie verfolgen.

Seit dem Jahr 1989 bietet Siðmennt auch eine nicht-kirchliche Alternative zur Konfirmationszeremonie an, die ein integraler Aspekt der isländischen Kultur ist und im 14. Lebensjahr eines jungen Isländers stattfindet.

1989 waren es nur 16 Jugendliche gewesen, in diesem Jahr hatten bereits 304 Jugendliche diese Alternative gewählt. Damit hat die Zahl sich seit 1989 fast verzwanzigfacht.

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