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Siliziumwerk in Bakki kann zur Todesfalle werden

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Siliziumwerk in Bakki kann zur Todesfalle werden

Húsavík harbor

Photo: Páll Stefánsson.

Der Geologe Páll Einarsson befürchtet, dass sich das Siliziummetallwerk PCC in Bakka im nordisländischen Húsavík wegen seiner Nähe zu einem aktiven Erdbebengebiet als Todesfalle entpuppen könnte. Dies sei der unglücklichste Ort in ganz Island für eine Metallschmelze, sagte der Professor der Universität Islands ruv.is gegenüber.

Das Werk soll einen halben Kilometer entfernt von der sogenannten Húsavík- und Flateyjarverwerfung entstehen, die eins der aktivsten Erdbebengebiete des Landes ist. Páll hält den Standort für unglücklich gewählt und befürchtet, dass die Beschäftigten dort grossen Gefahren ausgesetzt sind.

“Ich glaube, dass das ein echtes Vabanquespiel ist,” sagte Páll. “Ich sehe das so, dass dort Todesfallen für zahllose Beschäftigte gebaut werden, die am werdenden Ausgangspunkt eines grossen Erdbebens an den Öfen der Zukunft arbeiten und geschmolzenes Metall verarbeiten sollen.” Er hält es für schwierig, die Innenausstattung des Werkes so zu bauen, dass sie ein grosses Erdbeben aushält. “Ich bezweifle, dass es leicht ist, erdbebensichere Schmelzöfen zu bauen. Ich sehe das nicht. Dann ist da die Kostenfrage, wer die Zusatzkosten trägt, wenn etwas passiert.”

Er wundert sich, wie der Standort überhaupt hatte gewählt werden können. “Mir ist absolut unverständlich, wie Leute nach allem, was passiert ist, zu einem derart falschen Ergebnis kommen können, dass dies der glücklichste Standort für das Werk ist. Ich halte das für eine falsche Methodik. Die Erdbebengefahr ist so allgegenwärtig in diesem Gebiet, dass allein das ein Hinderungsgrund sein sollte, dort zu bauen.”

Hier können Sie die Firmenbeschreibung des Projektes lesen.

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