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Kenia nutzt isländisches Lernsystem

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Kenia nutzt isländisches Lernsystem

Computer

Photo: Páll Stefánsson.

Gunnar Stefánsson, Professor an der naturwissenschaftlichen Fakultät der Universität von Island kam vor Kurzem aus Kenia zurück, wo er an zwei Universitäten Tutor-web vorstellte, ein offenes Lernsystem (Freeware) für Mathematik und Statistik. Die neueste Version des Systems benötigt keine ständige Verbindung zum Internet mehr, um Aufgaben zu lösen, wie auf hi.is berichtet wird.

Die Aufgaben sind keine Prüfungen, sondern Lernmaterial. Sobald ein Lernender eine Aufgabe gelöst hat, wird der sofort darüber einformiert, ob seine Lösung richtig ist. Löste er die Aufgabe nicht korrekt, erhält er die richtige Lösung und dazu Erklärungen.

Gunnar entwickelte das System gemeinsam mit seiner Kollegin und ehemaligen Doktorandin Anna Helga Jónsdóttir an der Naturwissenschaftlichen Fakultät.

Die Idee war damals bereits 15 Jahre alt. „Damals schrieben die Studenten beieinander ab, und manchmal bekam ich sieben Lösungen, alle mit dem gleichen kleinen Fehler. Außerdem erstellten Dozenten jeder für sich ihre Aufgaben“, sagt Gunnar, und fügt an, er habe von Anfang an Kooperationspartner auf der ganzen Welt gesucht, aber meist nur Antwort aus Entwicklungsländern erhalten.

So auch von Kenia, nachdem er bei einem Kongress in Spanien einen Dozenten aus einer kenianischen Universitätsstadt kennengelernt hatte. Nach seinem Kenia-Besuch werden nun mehrere Universitäten im Land das System implementieren.

Weiter auf der Tagesordnung steht jetzt, das System den Hochschullehrern genau zu erklären und sie in der Verwendung des Systems zu schulen, erklärt er.

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