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Lebendimporte können Milliardenschaden verursachen

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Lebendimporte können Milliardenschaden verursachen

Sheep farm Kollavík.

Themenfoto. Photo: Páll Stefánsson.

Die freie Einfuhr von lebenden Tieren – Rindern, Pferden und Schafen – könnte Krankheiten bei isländischen Tieren auslösen und Schäden von bis zu zwei Mrd. ISK für die isländische Landwirtschaft verursachen.

Dies ist das Ergebnis einer Studie, die die Gefahren von Lebendimporten untersuchte. Hinter der Studie standen Preben Willeberg, der frühere leitende Amtstierarzt in Dänemark, und Daði Már Kristófersson, Agrarökonom der Universität Islands, wire ruv.is berichtet.

Angefordert worden war die Studie vom Wirtschaftsministerium im Rahmen der Beitrittsgespräche mit der europäischen Union. Die Studie sollte die Kosten abschätzen, die Tierkrankheiten als Folge von Lebendimporten für die isländische Landwirtschaft mit sich bringen würden.

Willeberg kam zu dem Schluss, dass sich gleich im ersten Jahr nach dem Import Krankheiten im isländischen Tierbestand ausbreiten würden, und dass die Gefahr von Jahr zu Jahr steigen würde. Es sei auch als sehr wahrscheinlich zu betrachten, dass sich Paratuberculose und die Dublin-Salmonelle in heimischen Rindern ausbreiten würde. Die Folgen seien schwerwiegend.

Die Studie widmet sich auch der wirtschaftlichen Folgen, die eine Ausbreitung der Paratuberculose (garnaveiki) in isländischen Rindern zur Folge haben würde. Ein freigegebener Lebendimport würde die Verluste bis auf zwei Mrd. Kronen hochtreiben.

In einer Erklärung des Wirtschaftsministeriums heißt es, dass die Ergebnisse der Studie die Haltung der isländischen Regierung dahingehend stützten, dass es für den Import von lebenden Tieren in Bezug auf die Tiergesundheit besonderer Regeln bedürfe.

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