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Isländer besitzen Milliarden auf Tortola

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Isländer besitzen Milliarden auf Tortola

Money - Icelandic Króna

Photo: Páll Kjartansson

Zum Ende des Jahres 2014, nur sechs Jahre nach dem finanziellen Zusammenbruch des Landes, besaßen Isländer 31,6 Mrd ISK (219 Mio EUR) auf den britischen Virgin Islands, insbesondere auf der Insel Tortola.

Diese Zahlen wurden von der Zentralbank Islands veröffentlicht, berichtet kjarninn.is. In die Summe eingerechnet ist vermutlich nicht das ganze Vermögen von Isländern und von auf Tortola registrierten isländischen Unternehmen.

Laut Bryndís Kristjánsdóttir, der Leiterin der isländischen Steuerfahndung, gibt es über auf der Insel registrierte Unternehmen keine Informationen zu Bankgeschäften oder finanziellen Aktivitäten von Seiten der Virgin Islands. Wie in anderen Steueroasen auch verlangt das Gesetz dort weder Buchhaltung noch jährliche Steuererklärung.

Auch wenn die Konten oder Aktiendepots der Unternehmen in Steueroasen wie Tortola registriert sind, muss das Geld noch lange nicht dort lagern. Für Isländer gilt oft, dass die Konten oder Unternehmen von der alten isländischen Bank in Luxemburg eingerichtet wurden und immer noch dort gehalten werden, auch wenn das Unternehmen längst an exotischeren Orten registriert ist.

Während des dem Zusammenbruch vorangegangenen Booms war es für Unternehmen normal, ihre Aktien und ihr Vermögen in ferne Länder zu transferieren. Tochterunternehmen und Firmenzweige gründeten in Ländern mit Bankgeheimnis eigene Unternehmen für ihre Klienten.

Die Insel Tortola war in der Beziehung besonders beliebt. Hier gab es hunderte von Unternehmen, die meisten waren von der ehemaligen Kaupþing Bank in Luxemburg gegründet worden, um einer Steuerzahlung auf Investitionen in Island zu entkommen.

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