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Leifur-Eirikson-Entdeckerpreise verliehen

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Leifur-Eirikson-Entdeckerpreise verliehen

Dr. Huw Lewis-Jones erhielt den „Leif-Erikson-Entdeckerpreis für Historiker“. Photo: Exploration Museum

Das Exploration Museum in Húsavík hat vergangene Woche zum ersten Mal die Leif-Erikson-Entdeckerpreise in drei Kategorien vergeben. Die Preise werden an im Bereich Erforschung verdiente Personen für eine aktuelle Leistung oder ihr Lebenswerk in Sachen Erforschung und Erkundung verliehen. Staatspräsident Ólafur Ragnar Grímsson überreichte die Trophäen.

Das Exploration Museum ist der Geschichte der Entdeckungen und Erforschungen durch den Menschen von den frühen Entdeckern bis hin zur Erforschung des Weltraums gewidmet. Húsavík, die Heimat des Museums und der Entdeckerpreise liegt an der Nordost-Küste Islands, knapp 50 Kilometer unter dem nördlichen Polarkreis und hat etwa 2.300 Einwohner.

Ein Mondbesucher, eine jugendliche Seglerin und ein Historiker sind in diesem Jahr die Preisträger. Der amerikanische Apollo-17-Astronaut Harrison Schmitt war der zwölfte und damit bisher letzte Mensch, der den Mond betrat, die Australierin Jessica Watson war die jüngste Einhandseglerin, die die Welt ohne Zwischenstopp umrundete. Und der Brite Huw Lewis-Jones ist Historiker und Buchautor.

Der Astronaut Harrison Schmitt erhielt den „Leif-Erikson-Entdeckerpreis“ für seine wissenschaftliche Arbeit auf der Oberfläche des Mondes im Jahr 1972, aber auch für seine Rolle als Geologe beim Training aller anderen Astronauten, die vor ihm den Mond betreten konnten. Als Pilot der Mondlandefähre der Apollo 17 war Harrison Schmitt der zwölfte und letzte Raumfahrer, der seinen Fuß auf den Mond setzte. Er ist der einzige Berufs-Wissenschaftler, der je den Mond betrat, und der einzige Wissenschaftler, der jemals außerhalb der Erdumlaufbahn unterwegs war.

Der „Leif-Erikson-Entdeckerpreis für junge Forscher“ wird für herausragende Leistungen im Bereich der Erforschung an Personen vergeben, die jünger als 35 Jahre sind. Jessica Watson erhielt ihn für ihre 210-tägige Weltumsegelung zwischen Oktober 2009 und Mai 2010. Bei ihrer Rückkehr nach Sydney am 15. Mai 2010 war sie gerade einmal 16 Jahre alt. Inspirierend für sowohl junge Leute als auch für Erwachsene auf der ganzen Welt, hält Jessica regelmäßig Vorträge über ihre Reise. Auch hat sie das Buch „True Spirit“ geschrieben, das in Deutschland unter dem Titel „Solo mit Pink Lady: Mit 16 die Welt erobert“ erschienen ist.

Der „Leif-Erikson-Entdeckerpreis für Historiker“ wird an eine Person oder Organisation verliehen, die dafür arbeitet oder gearbeitet hat, Erforschungsgeschichte zu fördern und zu bewahren. Für sein Engagement für die Geschichte der Erforschung wurde der Polarführer Dr. Huw Lewis-Jones mit diesem Preis ausgezeichnet. Huw Lewis-Jones ist Autor zahlreicher hochgelobter Bücher, und seine Werke wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt. Auf Deutsch erschien zuletzt (2014) „Durchquerung der Antarktis: Die Vollendung von Shackletons Traum“. Huw Lewis-Jones’ die Geschichte bewahrenden Aktivitäten und Schriften zu visueller Kultur, Fotografie, über Film, die Seefahrt, das Bergsteigen und abgelegene Gegenden errangen internationale Aufmerksamkeit.

In der ersten Oktoberwoche 2016 findet in Húsavík das „Entdecker-Festival Húsavík” mit Gesprächsrunden, Konzerten, Filmvorführungen und vielem mehr statt. Am Ende des Festivals werden als Höhepunkt zum zweiten Mal die Leif-Erikson-Entdeckerpreise verliehen. Huw Lewis-Jones wird die Jury leiten.

Mehr über das Exploration Museum erfahren Sie in unseren Artikeln „Húsavík als Treffpunkt für Wikinger, Raumfahrer und andere Entdecker“, „Húsavík: Neues Museum zur Erforschung der Geschichte“ und „Denkmal für Neil Armstrong in Húsavík“, sowie auf den Internet-Seiten des Museums.

Die Pressekonferenz (auf Isländisch) ) können Sie hier sehen, mehr über die Preisträger (auf Englisch) hier erfahren.

Hier geht es zur Facebook-Seite des Leif-Erikson-Entdeckerpreises.

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