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Blues für Frú Ragnheiður

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Blues für Frú Ragnheiður

Photo: Gúðný Ág

Am kommenden Montag, den 1. Februar, findet im Café Rosenberg in Reykjavík eine Benefizveranstaltung für das Drogenschutzprojekt Frú Ragnheiður statt.

Auf dem Programm steht Blues, auf der Bühne grooven einige der bekanntesten Bluesmusiker Islands, unter anderem Tryggvi Hübner (Gitarre), Sigurður Sigurðsson (Mundharmonika) und Halldór Bragason (Gitarre). Weitere Infos gibt es auf der Facebookseite der Veranstaltung.

Frú Ragnheiður ist die isländische Version des internationalen Drogenschutzprogrammes Harm Reduction (Schadensminimierung), in welchem es primär nicht um Abstinenz geht, sondern darum, unmittelbare gesundheitliche Schäden für Drogenkonsumenten zu reduzieren und ihr Überleben zu sichern.

Frú Ragnheiður ist ein mobiler Service, der im Jahr 2009 durch das isländische Rote Kreuz gegründet wurde. Er gewährt neben Beratung auch medizinischen Service wie Wundversorgung, Blutdruckmessung, es besteht aber auch die Möglichkeit, saubere Spritzen und Nadeln zu bekommen, um das Infektionsrisiko für Hepatitis und HIV zu mindern

Benutzte Nadeln entsorgt der Service über das Universitätskrankenhaus.

Ziel des Projektes ist es, die Infektion und Ausbreitung von Hepatitis C unter Drogenkonsumenten in Island zu mindern und durch verbesserten Gesundheitsservice die Lebensqualität von Süchtigen zu verbessern.

Betrieben wird Frú Ragnheiður von Freiwilligen, die in der Regel zwei Dienste pro Monat verrichten. Unter den Freiwilligen befinden sich Krankenschwestern, aber auch Ärzte und Sozialarbeiter. Hier findet man den Fahrplan des Fahrzeugs.

Im Jahr 2015 hatte Frú Ragnheiður den Menschenrechtspreis der Stadt Reykjavík erhalten.

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