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Recyclingunternehmen im Visir von Umweltagentur

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Recyclingunternehmen im Visir von Umweltagentur

Hvalfjörður

Photo: Wikipedia.

Noch nie zuvor sind nach Aussage der isländischen Umweltagentur ähnlich viele Beanstandungen und Mahnungen bezüglich der Betriebserlaubnis eines Unternehmens ausgesprochen worden wie im Fall des Metallrecyclingunternehmens GMR Endurvinnslu ehf. in Grundartangi im westisländischen Hvalfjörður, berichtet RÚV.

Innerhalb von zweieinhalb Jahren waren mehr als 30 Beanstandungen bezüglich Umweltverschmutzungsprophylaxe, Verschmutzung durch die Fabrik selbst und weitere der Betriebserlaubnis zugeordneten Faktoren ausgesprochen worden.

Die Betriebsleitung liess wissen dass sie an Verbesserungen arbeite.

Das Unternehmen war im Jahr 2010 in Grundartangi gegründet worden. Hinter dem Unternehmen stehen isländische Investoren, unter anderem das Unternehmen Strokkur energy, welche in dem Werk Schwermetalle recyclen wollten, die bei der Aluminiumherstellung anfallen. Die Metallschmelze sollte im Vollbetrieb bis zu 100.000 Tonnen abwerfen, dazu war im Jahr 2012 ein Sondervertrag mit dem Energieversorger Landsvirkjun abgeschlossen worden, zudem hatte der Staat dem Unternehmen Steuererleichterungen zugesagt.

Diese Vergünstigungen waren von der EFTA-Kontrollbehörde als ungesetzlich eingestuft worden.

Sprecher des Unternehmens hatten Medien gegenüber den Betrieb der Metallschmelze als bemerkenswerte Neuerung und “im Grunde genommen umweltfreundliches Recycling” bezeichnet.

Das Abendmagazin Kastljós hatte die Umweltagentur um eine Liste der Beanstandungen gebeten.

Daraus geht unter anderem hervor, dass Luftqualitätsmessungen, die das Unternehmen selber durchführt, nur einmal im letzten Jahr stattgefunden hatten, es wurden jedoch mehrfach über dem Grenzwert liegende und z.T. auch sichtbare Verschmutzungen durch Schwefeldioxid und Dioxin festgestellt. Es wurden Metalle geschmolzen, für die keine Betriebserlaubnis vorliegt, Rohstoffe sowie Abfälle werden unsachgemäss draussen gelagert, wo sie den Boden verunreinigen. Das Werksgelände und die Zufahrtswege seien zudem immer noch nicht betoniert wie gefordert worden war.

Das Unternehmen lieferte eine schriftliche Stellungnahme, dass es an Nachbesserungen arbeite und im Übrigen gegen die Tagesstrafsätze Einspruch einlege. Es schob die Überschreitung der Grenzwerte auf im Ausland aufgekauftes Altmetall, welches andere Schwermetalle enthalte als angekündigt.

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