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Grosse Nachfrage nach isländischer Schafswolle

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Grosse Nachfrage nach isländischer Schafswolle

Photo: Dagmar Trodler

Die Nachfrage nach isländischer Schafswolle ist inzwischen so gross, dass der Wollverarbeiter Ístex seine Fertigung ausweiten und mehr Personal einstellen will, berichtet RÚV.

Ístex kauft nach Jahresverträgen mit dem Bauernverband so gut wie alle Wolle aus der isländischen Schafzucht auf. Nur wenige Bauern verarbeiten ihre Wolle selber. Für geschorene fehlerlos weisse Wolle gibt es um die 600 Kronen pro Kilo, für farbige Wolle wird weniger gezahlt.

Etwa 1000 Tonnen Schafwolle kauft das Unternehmen jährlich. Davon sind 730 Tonnen Wolle aus der Herbstschur, und 280 Tonnen, die um diese Jahreszeit geschoren wird.

Die von Ístex aufgekaufte Wolle wird in Blönduós in Nordisland gewaschen, die Hälfte der Wolle ist qualitativ hochwertig und geht in die Wollfabrik in Mosfellsbær, minderwertige Wolle wird unbehandelt ins Ausland verkauft.

Ein Designerteam aus Seyðisfjörður hatte bei der Designmesse Hönnunarmars Anfang März ein Matratzenprojekt vorgestellt, welches isländische Schafswolle ungesponnen verwendet. Die Roshambo-Matratze ist eine Art Futon, welche mit 100% Schafwolle gefüllt ist und in Handarbeit in Seyðisfjörður hergestellt wird.

In einer Veröffentlichung des Designerteams heisst es, die Bauern würden seit Jahrzehnten dazu angehalten, reinweisse Wolle zu produzieren, da sich diese besser färben lässt. Es bestehe daher Anlass zur Sorge, dass die Farben Schwarz, Grau und alle Brauntöne aus den Genen der isländischen Schafe weggezüchtet werden. Um das farbige Wollmaterial besser nutzen zu können, sind die Matratzen daher mit Wolle in allen Farben gefüllt.

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