Reykjavík
10°C
E

Warten auf weissen Rauch

Nachrichten

Warten auf weissen Rauch

Alþingi

Photo: Páll Stefánsson

Derzeit tagen die beiden Koalitionspartner Unabhängigkeitspartei und Fortschrittspartei immer noch, während Presse und Nation darauf warten, dass sich endlich klärt, wer denn nun neuer Premierminister in Island wird.

Auch Vertreter von Koalition und Oppositionsparteien sind zu einem Gespräch zusammengetroffen, schreibt RÚV. Árni Páll Árnason, der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Allianz, hatte zuvor geäussert, er sei mit der Idee, im Herbst Neuwahlen zu veranstalten, nicht glücklich, auch wenn es ein Schritt in die richtige Richtung sei, nämlich festzustellen, dass das Mandat der Regierung am Ende sei. Birgitta Jónsdótttir von den Piraten hatte gesagt, der Vorschlag gereiche dazu, am Misstrauensantrag gegen die Regierung festzuhalten.

Beide Parteivorsitzenden, Finanzminister Bjarni Benediktsson und der noch amtierende Premierminister Sigmundur Davíð Gunnlaugsson, hatten sich heute mit dem zur Debatte stehenden PM-Kandidaten und Landwirtschaftsminister Sigurður Ingi Jóhannsson getroffen, es hatte jedoch keine Stellungnahmen zu den Gesprächen gegeben.

Gestern Abend war eine Mitteilung an ausländische Pressevertreter verschickt worden, welche darüber informierte, dass der Premierminister zurückgetreten und das Amt an Sigurður Ingi Jóhannson übergeben habe. Die Information hatte für allgemeine Verwirrung gesorgt und war am Morgen dementiert worden. Sigmundur Davíð Gunnlaugsson war wie gewohnt zur Arbeit erschienen.

Die heutige dritte Demonstration in Folge, bei der die Demonstranten Neuwahlen forderten, hatte bei regnerischem Wetter immer noch geschätzte 3000 Menschen auf das Austurvöllur gerufen. Sie warfen Bananen, Fischköpfe und Eier gegen das Parlament und machten ihrem Ärger mit Trommellärm Luft.

More news

Booking.com

Please consider supporting Iceland Review

IR Online

€3

Support

per month
IR Online

€5

Support

per month
IR Online

€10

Support

per month
IR Magazine

€55

For 6 Issues

per year