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Beunruhigte Künstler: Museum steht zum Verkauf

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Beunruhigte Künstler: Museum steht zum Verkauf

Ásmundarsalur

Photo: Valhöll

Ásmundarsalur ist ein Gebäude an der Straße Freyjugata in Reykjavík, in dem die Kunstsammlung des Isländischen Arbeiterbunds ASÍ untergebracht ist. Es steht nun zum Verkauf, wie mbl.is berichtet.

Das Haus wurde 1933 von Skulpteur Ásmundur Sveinsson als Ausstellungsfläche gebaut. Es wurde von Sigurður Guðmundsson entworfen. Da es nach 1930 gebaut wurde, unterliegt es nichtden Gesetzen für kulturelles Erbe (Denkmalschutz).Dass das Gebäude verkauft werden soll, beunruhigt viele Künstler, die befürchten, Interessenten könnten entscheiden, es für andere Zwecke als den eigentlichen, nämlich Kunst zu zeigen, zu verwenden.

Jóna Hlíf Halldórsdóttir, Vorsitzende des Verbands Isländischer Künstler (SÍM), sagte gegenüber mbl.is: „Wir möchten, dass sich der Staat oder die Stadt Reykjavík einschalten. Es besteht Bedarf an Ausstellungsräumen in der Innenstadt. Wir möchten nicht, dass das Gebäude zu einem weiteren Hotel, Restaurant oder Papageitaucher-Laden wird. Das war der Wunsch von Ásmundur Sveinsson, und den müssen wir respektieren." Mitglieder des Verbands unterzeichneten eine Petition an die Stadt, in der sie ihre Besorgnis schildern und fordern, dass das Haus ein Museum bleibt.

Die Immobilienfirma, die für den Verkauf zuständig ist, berichtete gestern laut RÚV, sie hätte bereits ein paar ernsthafte Angebote erhalten.

Mehr als 1.300 Personen haben eine Petition unterzeichnet, in der sie den Arbeiterbund und diejenigen, die das Kunstmuseum betreiben auffordern, gut darüber nachzudenken, ob sie das Haus tatsächlich verkaufen sollten. Der Wert der Immobilie liegt bei etwa ISK 80 Millionen (EUR 570.000).

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