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Hitzewelle beim Isländischen Wetterdienst

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Hitzewelle beim Isländischen Wetterdienst

High temperature

Photo: Páll Stefánsson.

Der isländische Wetterdienst erlebt nun eher selten extrem hohe Temperaturen, aber gestern geschah es dann doch – in den Büros des Hauses. Grund war ein schwerer Fehler im Kühlsystem des Rechenzentrums, berichtet RÚV. Weder konnte die Wettervorhersage veröffentlicht werden, noch war es möglich beim Wetterdienst anzurufen oder die Webseite aufzurufen. Der Fehler betraf auch den dänischen Supercomputer im Haus, der erst kürzlich aufgestellt worden war, sowie die dänische Wettervorhersagen.

Kurz nach 13 Uhr hatten die Wetterfrösche die Nachricht erhalten, dass ein Fehler vorlag. Gegen halb drei stiegen die Temperaturen plötzlich rapide an, worauf entschieden wurde, die Computer des Büros herunterzufahren. Der Notfallplan des Wetterdienstes wurde aktiviert. Als Vorsichtsmassnahme wurde auch die Stromzufuhr gedrosselt, gegen 15 Uhr rückte die Feuerwehr an. Sie pumpte kalte Luft in die Räumlichkeiten, um die Temperatur zu senken.

Das Kühlsystem arbeitet nun wieder, und es gibt Hinweise auf die Ursache des Ausfalls. Gegen 18 Uhr konnten die ersten Wettervorhersagen wieder erstellt, wenn auch nicht direkt veröffentlicht werden.

Der isländische Wetterdienst spielt eine lebenswichtige Rolle für die Seefahrt rings um die Insel. Er ist nicht nur fürs Wetter sondern auch für Meereseis, Lawinendienst und den Wasserstand der Flüsse zuständig, ausserdem überwacht er die isländischen Vulkansysteme und zeichnet Erdbeben auf.

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