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Chinesische Nordlicht-Forschung in Nord-Island

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Chinesische Nordlicht-Forschung in Nord-Island

Aurora Observatory

Photo: Screenshot from Vísir.

Beim Bauernhof Kárhóll in der nord-isländischen Gemeinde Þingeyjarsýsla wird laut Vísir eine chinesische Forschungseinrichtung gebaut.
Das Chinesische Polarforschungszentrum plane, die Einrichtung in Zusammenarbeit mit isländischen Forschungsinstitutionen zur Nordlichtforschung zu nutzen.

Die Baufirma SS-byggir aus Akureyri wurde von der gemeinnützigen Organisation Aurora Observatory mit dem Bau des 700-Quadratmeter-Gebäudes beauftragt, die von Entwicklungsagenturen aus dem Eyjafjörður und Þingeyjarsýslur gegründet wurde. Das Unternehmen erwarb das Land für ISK 80 Millionen (EUR 590.000), die Baukosten sollen ich auf ungefähr ISK 300 Millionen (EUR 2,2 Millionen) belaufen.

Die Idee zum Projekt wurde geboren, als im Jahr 2012 die arktische Zusammenarbeit zwischen China und Island begann. Investitionen Chinas in einer ländlichen Gemeinde in Island löste allerdings bei vielen Misstrauen aus, mit der Begründung, es könne doch sein, dass das Projekt noch etwas ganz anderes beabsichtigen könne als Nordlichtforschung.

​Reinhard Reynisson, Geschäftsführer der Entwicklungsagentur von Þingeyjarsýslur, meint, dieser Verdacht sei unbegründet. Er erklärte, isländische Wissenschaftsorganisationen würden mit den Chinesen zusammenarbeiten, etwa das Wissenschaftliche Institut der Universität von Island, das Isländische Wetteramt oder die Universität von Akureyri. Auch Wissenschaftlern aus anderen Ländern stehe die Einrichtung offen, und die Öffentlichkeit könne sich in einem Besucherbereich informieren.

​Reinhard ist sicher, dass die Einrichtung zahllose Möglichkeiten für internationale wissenschaftliche Kooperationen bietet, und ebenso für den Nordlicht-Tourismus in Nord-Island. Zudem werde die Einrichtung vielfältige Stellen in der Region schaffen, denkt Reinhard.

Das Gebäude soll bereits Ende des Jahres in Betrieb gehen, obwohl die Bautätigkeiten nicht vor kommendem Jahr beendet sind.

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