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„Würstchenmann“ hockt an vielen Stellen im Land

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„Würstchenmann“ hockt an vielen Stellen im Land

Photo: Dagmar Trodler

Gut verkauft sich dieser Tage in Island ein Schild, das eine hockende Person zeigt, der etwas aus dem Hintern fällt. Bei dem fallenden Ding handelt es sich um ein „Würstchen“, wie man im Volksmund sagt. Grund für die Beliebtheit des Schildes ist, dass Landbesitzer es leid sind, dass Urlauber ihren Grund und Boden als Toilette ansehen und als solche benutzen.

Þorsteinn Gíslason, Besitzer der Schilderfirma SG-Merking sagte gegenüber RÚV, er habe die ersten dieser Schilder diesen Sommer produziert. Auch andere Schilder würden immer beliebter, etwa solche, die anzeigten, dass es verboten sei, am Aufstellungsort zu campen oder Drohnen fliegen zu lassen.

Die Landwirtin Guðrún Hauksdóttir auf Ögur auf der Halbinsel Snæfellsnes berichtet, die Schilder zeigten Wirkung: „Vergangenen Sommer parkten sechs oder sieben Autos [in der Zufahrt des Bauernhofs], obwohl es in der Nähe einen Campingplatz gibt. Jetzt ist dieses Problem Geschichte.“

Der „Würstchenmann“ hockt bereits an vielen Stellen West-, Süd- und Nordost-Islands.

Das Problem, dass Urlauber ihr großes Geschäft in der Natur verrichten, stinkt vielen und wurde letzten Sommer zum brandheißen Diskussionsstoff, als ein Tourist sein benutztes Toilettenpapier in einem Lavafeld in West-Island verbrannte und damit erhebliche Schäden verursachte.

Zuvor hatte eine Mutter ihren Kindern erlaubt, ihre Därme auf einem Gehweg in der Stadt Húsavík, Nordost-Island zu entleeren. Diese Vorfälle machten aber auch deutlich, dass Toiletten oft Mangelware sind.

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