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Unhöflich: Zelten auf fremdem Hof

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Unhöflich: Zelten auf fremdem Hof

Tent in Vík

Photo: Helga Þorbergsdóttir/Facebook

Als der Arzt von Vík í Mýrdal, Süd-Island, und seine Frau Dienstagnacht von einer Kurzreise nach Dänemark zurückkehrten, erlebten sie eine Überraschung: Jemand hatte vor ihrem Wohnzimmerfenster sein Zelt aufgeschlagen. „Es war schon seltsam“, fand Sigurgeir Már Jensson, „das Zelt stand da, als wir ankamen und war verschwunden, als wir morgens aufstanden.“

Als sie nach Hause kamen, so Vísir, schaute Ehefrau Helga Þorbergsdóttir ins Zelt, weil sie dachte, ein paar Freunde könnten in ihrer Abwesenheit vorbeigekommen sein, aber was sie erblickte, waren zwei große, kräftige Männer in Schlafsäcken und „mit außergewöhnlich hübschen Hüten. Also machte ich das Zelt vorsichtig wieder zu“, erklärte sie.

Das Ehepaar. Foto: Helga Þorbergsdóttir/Facebook.

Das Ehepaar nahm den Besuch leicht und mit Humor, beschrieb ihn aber als bezeichnend für die Situation, die sich durch den zunehmenden Tourismus im Land entwickelt habe: Die Leute schliefen fast überall. „In allen Bereichen nimmt alles zu“, erläuterte Sigurgeir.

„Normalerweise seien die Leute sehr höflich, und die nächtlichen Zelter hätten auch bestimmt um Erlaubnis gefragt. Aber wir waren nicht zu Hause. Normalerweise würden wir auch nicht zulassen, dass Menschen vor unseren Fenstern wohnen“. Helga sagt, sie habe zuvor schon Kunden der Firma KúKú campers gesehen, die in ihren Autos schliefen, und es habe schon Fälle gegeben, in denen Urlauber hinter ihrer Garage geparkt hätten. „Aber es war das erste Mal, dass jemand ein Zelt in unserem Hof aufgestellt hat.“

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