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Gen für Passgang stammt aus England

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Gen für Passgang stammt aus England

Photo: Dagmar Trodler

Die Mutation des für die Passveranlagung verantwortlichen Gens tauchte zum ersten Mal bei Pferden im mittelalterlichen England auf und wurde durch die Wikinger verbreitet. BBC berichtet, dass eine neue Studie den Passgang auf die Mutation eines einzelnen Gens zurückführt. Der Passgang ist damit eine vererbte Gangart, die in früheren Zeiten das Reiten über lange Strecken angenehmer gestaltete.

Autoren der Studie sind zwei Isländer. Sie fanden heraus, dass der Passgang zum ersten Mal um das Jahr 850 im britischen York auftauchte. Die Gangart hat einen Vierschlagtakt und zeichnet sich dadurch aus dass die Beine auf beiden Seiten sich jeweils gleichzeitig bewegen.

Im Jahr 2012 hatten Forscher bereits herausgefunden, dass die Gangart durch eine einzelne Genmutation entstanden war. Die aktuelle Studie untersuchte das DMRT3-Gen im Genmaterial von 90 Pferden aus den Jahren 6000 vor Christus bis 1000 nach Christus, berichtet der Guardian.

“Der erste Nachweis dieser Mutation wurde in zwei Proben aus dem mittelalterlichen England in der archäologischen Sammlung York gefunden,” sagte einer der beiden Autoren, Dr. Arne Ludwig vom Leibniz Institut für Zoologische Forschungen. Die Pferde hinter den Proben stammten aus den Jahren zwischen 850 und 900 n. Chr.

Diese Pferde wurden nach Island gebracht und mit den dort vorhandenen Pferden gekreuzt. Die Wikinger hatten “den Vorteil dass Island einen kleinen Pferdebestand hatte, und es ist viel einfacher, ein Merkmal in einem kleinen Bestand zu verankern als in einer Population mit grosser Anzahl,” erklärt Ludwig.

Das Merkmal könnte sich durch Wikinger auf Handelsfahrten weiter verbreitet haben. Die Wikinger waren im 9. und 10. Jh. stark in York vertreten und hatten Handelswege in alle möglichen Länder geschaffen. “So sind Pferde mit Passgang möglicherweise durch die Wikinger auf ihren Reisen zum Kaspischen Meer und in den Mittleren Osten nach Asien gelangt,” schreiben die Autoren.

Die Studie wurde in Current Biology veröffentlicht.

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