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Energierahmenplan vollendet

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Energierahmenplan vollendet

Die Insel Núpshólm im Tal der Þjórsá. Die Region oberhalb der Insel soll im Stausee des Hvammsvirkjun verschwinden. Photo: Jürgen Maria Waffenschmidt

Die Projektgruppe, die mit der Bearbeitung des dritten Entwurfs des nationalen Energierahmenplans beschäftigt war, hat ihre Ergebnisse gestern dem Umweltministerium vorgelegt.

Wie RÚV schreibt, ist an den Entwürfen aus dem Frühjahr nichts geändert und keine Rücksicht auf Einwände von Seiten der Energiebehörde Orkustofnun und Energieversorger Landsvirkjun genommen worden.

Demnach sind neun Kraftwerkspläne in die Durchführungsphase gesetzt worden.

Dazu gehören die Kraftwerke Hvammsvirkjun, Holtavirkjun und Urriðafossvirkjun am unteren Teil der Þjórsá, zwischen dem Ort Árnes und dem derzeit noch sichtbaren Wasserfall Urriðafoss an der Ringstrasse 1, das Skrokkölduvirkjun im Hochland, das Kraftwerk Austurengja im touristisch beliebten Geothermalgebiet Krýsuvík auf der Halbinsel Reykjanes, die Kraftwerke Hverahlíð II und Þverárdal im Geothermalgebiet Hengill oberhalb von Hveragerði, und die Kraftwerke Blöndulundur und Austurgili im Skjaldfannardal, letzteres war zuvor in der Warteschleife gewesen.

Zehn weitere Kraftwerke befinden sich bereits in der Nutzungskategorie. Diese 19 Kraftwerke werden zusammen 1400 Megawatt erwirtschaften, das mehr als zwei Kraftwerke von der Grösse des Kárahnjúkavirkjun im östlichen Hochland erbringen würden.

Island prüft unter anderem die Durchführbarkeit eines Unterseekabels nach Grossbritannien.

Zehn Kraftwerksentwürfe wurden in die Schutzkategorie verschoben. In dieser Kategorie befinden sich Kraftwerksideen, die aus Umweltschutzgründen nicht durchgeführt werden können. Darunter fallen vier in den nordisländischen Héraðsvötn, vier im Skjálfandafljót, das Búlandsvirkjun an der Skaftá und die Kjalölduveita in der Þjórsá, ein zweites Kraftwerk neben der Norðlingaölduveita.

In der Schutzkategorie befinden sich damit 26 Kraftwerksideen.

Zehn Kraftwerke wurden in die Wartekategorie gesetzt. Dazu gehören das Hagavatnsvirkjun unterhalb des Langjökull, welches im letzten Jahr schon in die Nutzungskategorie geschoben werden sollte.

Eine Karte der gesamten Kraftwerksideen, die die Energieversorger für Island vorgeschlagen haben, findet man hier.

Das Papier gilt als Zeitenwende in der Energiepolitik, denn zum ersten Mal wurden die Entwürfe mit gesetzlichem Hintergrund kategorisiert. Die Projektgruppe hat damit ihren Auftrag vollständig erfüllt.

Als nächstes werden die Minister für Umwelt, Industrie und Wirtschaft das Papier prüfen, danach wird es dem Parlament vorgelegt. Wenn die Minister den Entwurf der Projektgruppe verändern wollen, muss erneut ein Gutachten eingeholt werden, was wieder mindestens drei Monate dauert.

Man geht daher davon aus, dass das Parlament über den endgültigen Energierahmenplan nicht vor dem kommenden Frühjahr abstimmen wird. Für den 29. Oktober sind in Island vorgezogene Neuwahlen angesetzt.

waseerfall

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