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Schlachthöfe zahlen viel weniger für Fleisch

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Schlachthöfe zahlen viel weniger für Fleisch

Ram

Photo: Páll Stefánsson.

Islands Schafbauern sehen besorgt in die Zukunft. In der vergangenen Woche hatten die sechs grossen Schlachthöfe des Landes ihre Schlachttarife veröffentlicht, sie wollen in diesem Jahr viel weniger für Lämmer und erwachsene Schafe zahlen als in den Vorjahren.

Im Durchschnitt werden10 Prozent weniger für ein Lamm und bis zu 38 Prozent weniger für ein ausgewachsenes Schaf ausgezahlt, berichtet bbl.is

Begründet wird das Vorgehen mit der schlechten Situation der Schlachthöfe, mit vollen Lagerhäusern, dem Erstarken der Krone und dem Preisverfall auf dem ausländischen Markt.

Die Schafbauern hoffen nun, dass der hervorragende Sommer die Lämmer mit einem höheren Durchschnittsgewicht aus dem Hochland kommen lässt, wodurch sie einige Verluste auffangen können.

Im Frühjahr müssen regelmässig Dünger und Futtermittel bestellt werden, und oft genug zahlen die Erträge aus dem Schlachthaus die Ausgaben.

Der Vorsitzende des Schafzüchterverbandes Þórarinn Ingi Pétursson macht in einem Brief an seine Verbandsmitglieder unter anderem die Grosshandelsketten für den Preisverfall verantwortlich und fordert die Bauern auf, auch selbst aktiv zu werden und zu protestieren, weil die Zukunft der Landbevölkerung auf dem Spiel stehe.

Die Hausschlachtung zur weiteren Vermarktung ist in Island nicht gestattet, und mobile Schlachteinheiten, wie etwa in Norwegen oder Schottland, gibt es auf der Insel nicht.

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