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Moos-Vandalismus in Bieber-Video kritisiert

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Moos-Vandalismus in Bieber-Video kritisiert

Moss video, Bieber.

Photo: Screenshot from YouTube.

Die isländische Umweltorganisaton Landvernd hat scharf ein Video des kanadischen Popsängers Justin Bieber kritisiert, welches während seines Aufenthaltes für zwei Konzerte letzte Woche gedreht worden war. Das Video gehört zu dem Song “Cold Water”, eine Zusammenarbeit von Bieber, der amerikanischen Electronic Rock Band Major Lazer und dem dänischen Musiker MØ.

Das Video zeigt vier spärlich bekleidete Frauen, wie sie im Moss des Lavafeldes Eldhraun tanzen und springen. Das Moos in der Eldhraun ist durch Touristen bereits stark zerstört worden.

Snorri Baldursson, der Chef der Umweltorganisation, sagte Vísir gegenüber: “Das ist die möglicherweise schlimmste Behandlung die man sich für Moos vorstellen kann. Diese Moosart, die wir hier in der Eldhraun haben, gehört zu den sensiblesten Ökosystemen im Land. Es verträgt kaum ein Betreten. Die Fussspuren einer Person bleiben den ganzen Sommer über. Wenn das Moos einmal betreten worden ist, wurde die Oberschicht zerstört, und die bildet sich nur schwer neu.”

Snorri sagt, dass sich der Zustand des Mooses durch den Tourismusverkehr sehr verschlechtert hat. “Ausländer finden diese Moosformationen grossartig, weil sie sowas nirgendwo sonst auf der Welt finden. Deshalb halten sie mitten auf der Strasse durch die Lava und laufen ins Moos, um sich dort hineinzulegen.”

Snorri glaubt, der Bezirk Skaftárhreppur müsse sich einen Plan überlegen, um das Moos in der Eldhraun vor dem Betreten zu schützen “weil dies ein Schatz ist, der Touristen anzieht, und es ist wundervoll, ihn zu haben.”

Inzwischen hat die Produktionsfirma Reykjavík Rocks auf ihrer Facebookseite folgende Nachricht gepostet: “Wir haben übrigens richtig gute Locationmanager, die ihr Handwerk verstehen und sichergehen, dass das Moos und die Natur niemals in schlechtem Zustand hinterlassen werden.”

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