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Fracking schuld an Erdbeben?

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Fracking schuld an Erdbeben?

Hellisheiði geothermal power plant

Photo: Páll Stefánsson.

Vergangene Nacht gab es seismische Aktivitäten beim Bárðarbunga, wie RÚV berichtet. Um etwa 20:45 Uhr schreckte ein Erdbeben der Stärke 3,8 die Gegend auf. Dann, kurz nach 22 Uhr, folgte ein weiteres mit einer Stärke von 3,7.

Die Erde bebte auch auf der Hellisheiði, wo das Geothermiekraftwerk Hellisheiði steht. Ein Beben der Stärke 3,6 traf die Gegend um etwa 22:30 Uhr. In Hveragerði, Mosfellsbær und Kópavogur war es zu spüren. Zwanzig Minuten später folgte ein Beben der Stärke 3.

In den letzten Tagen wurde die Gegend von mehreren Beben erschüttert. Die seismische Aktivität könnte durch Fracking (hydraulische Frakturierung) verursacht werden, das in der Lavakuppel Húsmúli durchgeführt wird, wo sich das stärkste Beben ereignete.

Beim Fracking dort wird Wasser in ein Bohrloch gepumpt, um das heiße Gestein nahe am Magma zu spalten. Dies erhöht die Durchlässigkeit, damit sich das Wasser besser verteilt. Es wird allerdings auch befürchtet, dass solche Methoden seismische Tätigkeit steigerten.

Laut E&T haben Forschungen an der Universität von Island gezeigt, dass, „seit die [Fracking-] Tätigkeiten beim Hellisheidi-Kraftwerk im Jahr 2006 aufgenommen wurden, die Rückführung geothermischer von Flüssigkeit, Heißwasser und Dampf in das geothermische Reservoir noch nie die Mikroseismizität (Anm.: das Auftreten von kleinen, örtlichen Erdbeben) gesteigert hat.“

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