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Wikinger zum Schwert gefunden

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Wikinger zum Schwert gefunden

Archaeology.

Photo: Screenshot from RÚV.

Das Wikingerschwert aus dem Skeiðarásandur hat einen Besitzer. Archäologen haben ganz in der Nähe der Fundstelle in Ytri-Ásar nun den Boden eines Grabes entdeckt, wo sie Fussknochen fanden, die möglicherweise zu einem Mann gehören. Am Samstag hatten Gänsejäger einen Oberschenkelknochen, Beckenstücke und eine Rippe gefunden.

Halldór Magnússon, der Bauer von Ytri-Ásar, erzählt, dass Knochen uund Metallstücke am Flussufer entlang verstreut liegen. Die Skaftá war Anfang September über die Ufer getreten und hat offenbar die Fundstücke freigewaschen. Halldór glaubt, dass das Schwert ebenfalls aus dem Grab stammt. “Ich denke das ist wahrscheinlich, zumindest, dass das Schwert in diesem Knochenhaufen lag,” sagte er RÚV. Die Knochen sind erstaunlich vollständig, wenn sie tatsächlich aus der Wikingerzeit stammen.

Der Journalist Gísli Einarsson sagt “Es habt viele Vorschläge zur Identität des Toten gegeben, einer davon ist dass es sich um den Priester Hróar Tungugoði handelt, der mit der Schwester von Gunnar von Hlíiðarendi verheiratet war und bei Fossársíða getötet wurde, wo heute Hróarstunga liegt. Aber bislang wurden weder sein Pass noch sein Führerschein gefunden, von daher können wir das nicht bestätigen.”

Landnáma, Das Buch von der Besiedlung, erzählt die Geschichte von Hróar Tungugoði. Seine Schwester hatte zwei Söhne, einer von ihnen war Tvörvi. Tjörvi bat um die Hand von Ástríður der Klugen (Manvitsbrekka), die die Tochter von Móðólfur von Foss war, doch der Antrag wurde von Móðólfurs Söhnen Ketill und Hrólfur zurückgewiesen. Stattdessen wurde sie einen Mann namens Þórir zur Frau gegeben. Tjörvi war wütend, weil er nicht bekam was er wollte, und weil er bekannt dafür war, sich über andere lustig zu machen, zeichnete er eine Karikatur des Brautpaares auf die Aussenwand seines Hauses. Es heisst, dass er jede Nacht, wenn er mit Hróar zum Aussenhaus ging, er auf Þórirs Gesicht spuckte und Ástriður küsste. Hróar wischte die Zeichnung eines Tages weg. Tjörvi schnitzte daraufhin ein Bild des Paares in die Griff seines Messers und ersann ein Gedicht welches die Mauerzeichnung erklärte. Das sollte Rache nach sich ziehen. Hróar und Tjörvi wurden später von den Söhnen des Móðólfur und von Þórir getötet, letzterer nahm eine Beleidigung nämlich nicht auf die leichte Schulter.

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