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Island muss mehr ins Gesundheitswesen investieren

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Island muss mehr ins Gesundheitswesen investieren

Landspítali

Photo: Páll Stefánsson.

Keine anderen OECD-Mitgliedsländer investierten so wenig in die Infrastruktur ihres Gesundheitssystems wie Island und Mexiko, sagt Páll Matthíasson, Leiter des Universitäts-Krankenhauses Landspítali, wie RÚV berichtet. Ein neuer OECD-Bericht zeigt Island weit hinter den anderen nordischen Ländern, wenn es um Investitionen in die Gesundheitsversorgung geht.

2014 betrugen die Gesundheitsausgaben 8,9 Prozent des isländischen Bruttoinlandsprodukts (BIP). Andere nordische Länder etwa verwendeten im betreffenden Jahr 9,3 bis 11,2 Prozent ihres BIP für die Gesundheitsversorgung. Mitglieder der Europäischen Union gaben durchschnittlich zehn Prozent ihres BIP für Gesundheitsversorgung aus. Tatsache ist, dass sich in Island seit 2010 wenig an der Finanzierung für die Gesundheitsversorgung geändert hat, als diese bei 8,8 Prozent des BIP lag.

Páll macht sich wegen der Situation Sorgen: „Ich denke, die Leute müssen einen Weg finden, die Torte so zu teilen, dass ein größeres Stück und damit mehr Geld in die Gesundheitsversorgung fließe.“ Nirgendwo, fügte er an, belege Island innerhalb der OECD eine schlechtere Position, als hier, wo das Land bei Investitionen in die Infrastruktur des Gesundheitswesens den letzten Platz mit Mexiko teile.

Während des Wahlkampfs, der der Parlamentswahl am 29. Oktober 2016 vorausging, sprachen alle Kandidaten von der Notwendigkeit, mehr Geld fürs Gesundheitssystem bereitzustellen. Darin sieht Páll einen Grund zu Optimismus: „Wir müssen die Finanzierung wirklich erhöhen, und es sieht so aus, als würde dem auch jeder einzelne Politiker zustimmen.“

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