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Fälschung auf dem Kunstmarkt?

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Fälschung auf dem Kunstmarkt?

Vorgestern Abend ist im dänischen Auktionshaus Bruun Rasmussen ein Gemälde an den höchsten Bieter verkauft worden, welches dem isländischen Expressionisten Svavar Guðnason zugeschrieben wird.

Ólafur Ingi Jónsson, der Leiter der Restaurationsabteilung der Nationalgalerie, ist überzeugt davon, dass es sich bei dem Gemälde um eine Fälschung handelt, berichtet RÚV. Er glaubt, dass Bruun Rasmussen durch den wiederholten Verkauf gefälschter Werke den Namen des Maler ruiniert hat.

Die dänische Polizei hatte vor zwei Jahren das gleiche Werk von einer Auktion entfernt, weil eine Fälschung vermutet worden war.

“Das ist das gleiche Werk, welches ich für die dänische Polizei untersucht und schriftlich begutachtet habe, es hat bei dem Gemälde nichts gegeben, was man Svavar zuschreiben kann. Es ist sehr traurig, das sagen zu müssen,aber die Arbeit sieht aus, als ob sie von einem Siebenjährigen gemalt wurde, der nie Kunst studiert hat.”

Ólafur ist in Kopenhagen und war bei der Auktion zugegen. Das Gemälde wurde für fast 500.000 ISK (4200 EUR) verkauft, was ein viel niedrigerer Preis im Vergleich zu Originalwerken von Svavar ist. Die polizeilichen Ermittlungen wurden vom Auktionator nicht erwähnt, sagt Ólafur.

“Ich kann versichern, dass sie es zusammen mit den Leuten, die für die Fälschung verantwortlich sind, geschafft haben, Svavar Guðnasons Namen auf dem internationalen Kunstmarkt zu ruinieren,” klagt Ólafur. Er ist noch unentschlossen, ob er den Fall der Polizei meldet.

Hier können Sie ein Orginal des Malers mit einer Fälschung vergleichen.

Svavar Guðnason (1909-1988) ist einer der bedeutendsten Maler des isländischen Expressionismus. Der im Höfn im Hornafjörður geborene Künstler war der Cobra-Gruppe zugehörig, er lebte und wirkte über 10 Jahre in Dänemark, bevor er 1951 nach Island zurückkehrte. Svavar ist einer der wenigen isländischen Maler, der international bekannt geworden ist.

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