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Emilía und Aron beliebteste Vornamen 2016

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Emilía und Aron beliebteste Vornamen 2016

Baltasar Kormákur during filming for Trapped

Filmregisseur Baltasar Kormákur. Photo: Courtesy of RVK Studios.

Mit großem Abstand war Aron 2016 in Island der beliebteste Vorname für Jungen, und das zum sechsten Mal in Folge. Nachdem Emilía 2015 vom neunten auf den ersten Platz der beliebtesten Mädchennamen sprang, verteidigte der Name diese Position im abgelaufenen Jahr, berichtet Vísir.

In den letzten drei Jahren waren Aron, Alexander und Viktor die drei Top-Namen für neugeborene Jungs, wie das Statistische Amt veröffentlicht. Hingegen waren der zweit- und drittbeliebteste Mädchenname 2016 Sara und Ísabella 2015 noch nicht auf so exponierter Lage zu finden.

In den zurückliegenden Jahren gab es in Island einen steigenden Hang zu „neuen“ oder „ausländischen“ Vornamen. Der Name Baltasar etwa ist ein interessantes Beispiel dafür. 2016 wurden 24 Jungen so genannt, und damit belegte Baltasar den achten Platz der Beliebtheitsskala.

Vor 2000 gab es gerade einmal vier Jungen und Männer im Land, die diesen Namen trugen, darunter Filmregisseur Baltasar Kormákur, dessen Sohn und Vater (der spanische Maler Baltasar Samper).

Heutzutage bekommen die meisten Kinder, die in Island geboren werden, zwei Vornamen. Þór ist der mit Abstand beliebteste Zweitname bei Jungen, bei Mädchen liegt Rós an der Spitze.

Dennoch sind Zweitnamen eine recht junge Tradition in Island; im 19. Jahrhundert etwa gab es nur sehr wenige Kinder mit Zweitnamen. Die ersten beiden Beispiele für mehr als einen Vornamen waren dänische Geschwister, deren Namen bei der Volkszählung des Jahres 1703 auftauchen. Die Beliebtheit von Zweitnamen nahm dann, vermutlich unter dänischem Einfluss, nach und nach zu.

Insgesamt gesehen sind die klassischen Namen auch heute noch die häufigsten in Island, obwohl ihre Häufigkeit im Laufe der Jahrhunderte deutlich zurückgegangen ist. Im Jahr 1703 hießen 23,5 der isländischen Männer Jón mit Vornamen und 19,7 Prozent der Frauen Guðrún.

Heute liegt der Anteil beider Namen bei je rund drei Prozent, obwohl sie nach wie vor die häufigsten Namen in Island insgesamt (Gesamtbevölkerung) sind. Auf Platz zwei liegen Sigurður bei den Männern und Anna bei den Frauen.

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