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Ärzte werden bedroht

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Ärzte werden bedroht

Pills.

Photo: Páll Stefánsson.

Die meisten isländischen Ärzte sind schon einmal von Patienten bedroht worden oder kennen Kollegen, die sich in der Lage befunden haben, sagte Þórarinn Ingólfsson, der Vorsitzende des isländischen Hausärzteverbands. Eine neue Studie der Gesundheitsbehörden zur hausärztlichen Versorgung in Bezug auf abhängigmachende Medikation hat aufgezeigt, dass Bedrohungen durch Patienten alltäglicher sind als bislang angenommen, berichtet RÚV.

Mehr als die Hälfte der an der Studie teilnehmenden Mediziner ist von Patienten bedroht worden, die ein Rezept für Ersatzdrogen erzwingen wollten. Etwa vier Prozent der Ärzte ist oft oder sehr oft bedroht worden, Ärztinnen sind dabei häufiger betroffen als ihre männlichen Kollegen.

Þórarinn sagte, glücklicherweise seien diese Bedrohungen die Ausnahme, es käme nur selten zu Gewaltanwendung. “Es werden Anspielungen gemacht, sie fragen nach deinem Namen, sagen, dass sie wissen, wo du wohnst und wer deine Kinder sind, sowas in der Art. Und dann machen sie Krach, knallen mit Türen, stossen Bedrohungen aus oder werden sogar gewalttätig.”

Ärzte im Bereitschaftsdienst und Mediziner, die mit der Polizei zusammmenarbeiten, werden öfter bedroht als andere.

Die Kliniken seien verantwortlich für ihr Personal, daher könne der Verband ihnen nur empfehlen, auf die Sicherheit ihrer Mitarbeiter zu achten und einen Zufluchtsort bereitzustellen, falls sie Opfer einer Bedrohung werden.

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