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Geburtenrate in Island sinkt

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Geburtenrate in Island sinkt

Women with their babies in Reykjavík

Photo: Páll Stefánsson.

Die Geburtenrate isländischer Frauen fällt geringer aus als sie einmal war, und im vergangenen Jahr wurden weniger Kinder geboren als noch im Jahr 2015, berichtet RÚV.

Den Zahlen des Statistischen Amtes ist auch zu entnehmen, dass das Alter der Erstgebärenden steigt. Im vergangenen Jahr lag es im Durchschnitt bei 27,7 Jahren. Im Jahr 2016 wurden 4.034 Kinder in Island geboren, 2.042 Jungen und 1.992 Mädchen. Im Jahr zuvor waren es 4,129 Kinder gewesen.

Die am häufigsten verwendete Masseinheit für eine nationale Geburtenrate ist die Anzahl lebend geborener Kinder im Leben einer Frau. Diese Zahl sollte dem Statistischen Amt zufolge 2,1 Kinder betragen, um eine Bevölkerungszahl langfristig aufrecht zu erhalten. Die Geburtenrate lag im vergangenen Jahr bei 1,75 Kindern und war damit so niedrig wie noch nie zuvor seit Beginn der Zählungen im Jahr 1853.

Im vergangenen Jahrzehnt lag die Rate immer um die zwei Kinder pro Frau, einer der höchsten Zahlen in ganz Europa. Im Jahr 2015 lag sie bei 2,14 Kindern in Frankreich, in allen anderen Ländern Europas unter zwei. Hier in Island lag sie bei 1,81 Kindern pro Frau.

Im vergangenen Jahr ist die Geburtenrate vor allem in den Ländern Südeuropas gesunken, am niedrigsten lag sie in Portugal, Zypern und in Griechenland, wo nur 1,3 Kinder pro Frau geboren wurden.

Auch das Alter der Erstgebärenden in Island ist im vergangenen Jahrzehnt immer weiter gestiegen. Um 1980 herum lag es unter 22 Jahren, seit dem ist es auf im vergangenen Jahr 27,7 Jahre gestiegen.

Isländische Frauen bekommen am häufigsten Kinder zwischen dem 25. und dem 29. Lebensjahr. In Europa liegt das Durchschnittsalter Erstgebärender mit 26 Jahren am niedrigsten in Bulgarien, und am höchsten in Italien mit 30,8 Jahren.

In Island werden Kinder am häufigsten ausserehelich geboren, am seltensten ist dies in der Türkei zu finden.

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