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Sturm im Wasserglas über einen Geschirrkauf

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Sturm im Wasserglas über einen Geschirrkauf

Coffee cups

Photo: Páll Stefánsson.

Der Gemeinderat des Bezirks Skeiða og Gnúpverjahreppur In Südisland (611 Einwohner) hat dieser Tage einen Aufruhr in der Bevölkerung verursacht, nachdem er in einer Abstimmung entschied, Geschirr anzuschaffen.

Bei der gestrigen Sitzung stimmten die Gemeinderatsmitglieder dafür, Geschirr und einen Geschirrschrank vom lokalen Frauenverein zu kaufen, und zwar im Wert von 1,7 Mio. ISK (14.290 EUR). Der Frauenverein hatte zuvor versucht, die Gegenstände für 2,6 Mio ISK zu verkaufen. Die Opposition im Gemeinderat des kleinen Bezirks argumentierte, sie sehe keine Notwendigkeit dafür, dass die Gemeinde Geld für Geschirr ausgeben sollte.

In der Abstimmung gab es dann drei Ja-Stimmen gegen zwei Nein-Stimmen, ohne Enthaltungen oder Abwesenheiten, berichtet RÚV.

Der oppositionelle Gunnar Örn Marteinsson findet die Entscheidung nicht korrekt, weil Catering wohl kaum zu den Aktivitäten einer Gemeinde gehöre.

Er glaubt, das vorhandene Geschirr im Gemeindezentrum reicht aus. “Das klingt ein bisschen speziell, dass man Geschirr vom Frauenverein kaufen muss, welches der Frauenverein weiterhin bei seinen Benefizveranstaltungen nutzen wird.” kritisierte er.

Der Frauenverein Kvennafélagið Skeiðamanna feiert im kommenden Jahr seinen 110. Geburtstag und ist ein integraler Bestandteil im sozialen Leben der Region. Die Frage ist: musste der Gemeinderat das Geld des Steuerzahlers für Teller und Suppenschüsseln des Vereins ausgeben?

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