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Beliebter Laden schliesst seine Tore

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Beliebter Laden schliesst seine Tore

Hallgrímskirkja's shadow on an aerial photo of Reykjavík.

Photo: Páll Stefánsson.

Die Regale im Laden von Þorsteinn Bergmann bargen seit dem Jahr 1970 eine Fülle schöner Dinge für Küche und Heim. Nun verlässt das bei Reykjavíkern beliebte Geschäft seinen angestammten Platz am Skólavörðurstígur, berichtet RÚV.

Der Laden wird zum Ende des Monats seine Türen endgültig schliessen. Über 47 Jahre lang war bei Þorsteinn Bergmann alles zwischen Himmel und Erde angeboten worden. Ladeninhaberin Helena Bergmann sagt, die Isländer hätten einfach aufgehört, im Stadtzentrum von Reykjavík einzukaufen.

Die einst vollen Regale sind nun spärlicher besetzt, und bald wird die Qualität der angebotenen Waren, Geschirr, Töpfe, Besteck, Tischwäsche und vieles mehr, verschwunden sein.

“Mein Vater hat im Jahr 1947 damit angefangen, Textilfarbe zu importieren. Danach importierte er alles mögliche an Haushaltswaren und sowas,” erzählt Helena von den Anfängen des Ladens.

Um 1980 herum gab es vier Filialen, eine in Hraunbær, eine auf dem Laufásvegur, auf dem Laugavegur und auf dem Skólavörðurstígur. Die drei letzten lagen alle in unmittelbarer Nachbarschaft. Doch seitdem hat sich viel verändert.

Helena hat das Haus, welches den Laden beherbergte, kürzlich verkauft. Sie hoffe, so sagt sie, dass dort nicht ein weiterer Souvenirshop einziehen wird. Aber das Haus am Skólavörðurstíguur steht ganz in der Nähe der Hallgrímskirche, es könnte daher sein, dass genau das passieren wird.

“Das Stadtzentrum ist so anders geworden. In nur zwei oder drei Jahren hat es sich total verändert. Es sind fast nur noch Ausländer, die kommen. Isländer sagen, sie haben keine Lust mehr, in die Innenstadt zu gehen. Weil es dort keine Läden mehr für sie gibt, weil man kaum einen Parkplatz findet und es gibt einfach nichts für sie dort. Ich finde, die kommen eher in die Stadt um Spass zu haben, in Cafés zu gehen, Geschäfte anzugucken, aber nicht unbedingt, um zu kaufen,” klagt sie.

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