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Keine Kompromisse bei neuem Silikonwerk

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Keine Kompromisse bei neuem Silikonwerk

United Silicon, Helguvík.

Photo: Screenshot from RÚV.

Anwohner und Lokalpolitiker im Bezirk Norðurþing in Nordostisland verfolgen derzeit die Ereignisse rund um die Schliessung des Silikonwerkes United Silicon in Helguvík im Südwesten Islands.

Während United Silicon in den vergangenen Wochen Negativschlagzeilen verursachte, soll in Bakki in der Nähe von Húsavík soll ein neues Silikonwerk der Firma PCC entstehen.

United Silicon hatte wiederholt gegen Emissionsgrenzwerte verstossen, zudem gab es Zweifel an der Finanzierung von Arbeitsschutz und Werkssicherheit der Fabrik. Um Ostern herum hatte das Werk kurz vor der Schliessung gestanden, nach Ostern war es nach einen Brand am Hochofen mit sofortiger Wirkung geschlossen worden.

Die Umweltagentur hat dem Werk einen Report übersendet und wollte eine Wiedereröffnung nur erlauben, wenn die im Report aufgeführten Kritikpunkte adäquat beantwortet werden. Nach einer Bedenkzeit hatte das Unternehmen jedoch keine Korrekturvorschläge vorgelegt, sondern die Umweltagentur um Hilfe gebeten, berichtet RÚV.

Das Unternehmen will nach eigener Aussage rechtliche Schritte gegen den Hersteller des Hochofens einleiten, welcher, so die Betreiber, nie wirklich funktioniert habe.

Im Bezirk Norðurþing versicherte nun der Vorsitzende des Gemeinderates und Linksgrüne Óli Halldórsson den Bewohnern, dass der Umweltschutz in Bezug auf das PCC-Werk in Bakki ohne Einschnitte eingehalten werde. Nach einem Treffen des Gemeindevorstandes mit PCC hinter verschlossenen Türen hiess es, die neue Silikonfabrik solle anders werden und bemerkenswert sauber arbeiten. Das Werk unterscheide sich in “Aufbau und Design der Fabrik, sowie Herstellung und anderen technische Details, Hochöfen und Dimensionen und ähnliches.” so Óli Haldórsson. “Aber ich denke, es gibt keine Versicherung dafür und wir sind uns dessen sehr bewusst. Es wird hier nach Vorsätzen gearbeitet, die davon ausgehen, dass es keinen Grossunfall gibt und dass es keinen Emissionsunfall gibt.”

Óli betonte, es werde weder in Umweltfragen noch in Fragen der Bevölkerungsgesundheit Kompromisse geben. Man verfolge die Ereignisse in Helguvík sehr genau.

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