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Müllfund auf ehemaligem Gelände der US Marine

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Müllfund auf ehemaligem Gelände der US Marine

Tar pollution in Keflavík.

Photo: Hilmar Bragi Bárðarson/Víkurfréttir.

Die Gesundheitsbehörde von Suðurnes hat Strassenbauarbeiten im Gebiet Flugvellir in Keflavík gestoppt, nachdem dort Teer aus dem Boden auftauchte, berichtet Víkurfréttir. Das Gebiet auf der Halbinsel Reykjanes ist früher einmal eine Mülldeponie der US-Militärbasis gewesen, die im Jahr 2006 geschlossen worden war,

Nun sind bei Grabungen grosse Mengen von Teer und Metallmüll im Erdreich gefunden worden. Die Gesundheitsbehörden befürchten, dass sich auch langlebige organische Schadstoffe (POP) wie etwa PCB darunter befinden könnten. Derzeit sammeln Wissenschaftler Proben, um herauszufinden, um welche Schadstoffe es sich handelt. Víkurfréttir zufolge könnte es durchaus sein, dass hier ein gigantischer Umweltverschmutzungs-GAU ans Tageslicht kommmt.

Als die Bauarbeiten angehalten wurden, waren grosse Teile des mit metallischem Abfall kontaminierten Erdreichs bereits abtransportiert und im Nachbarort Ásbrú gelagert worden. Mitarbeiter der Gesundheitsbehörde wurden misstrauisch, als sie in einem der Container Metallmüll fanden.

Die meisten Grundstücke in Flugvellir sind bereits verplant, Bauarbeiten an einer neuen Wohnsiedlung sollen im Sommer anlaufen. Diese Pläne sind nun in Gefahr.

Teer quillt aus dem Erdreich, und Magnús Guðjónsson, der beim Gesundheitsamt in Suðurnes arbeitet, befürchtet, dass Reste des Teers, den die US Marine dazu benutzte, die Rollfelder des Keflavíker Flughafens zu planieren, an diesem Ort entsorgt wurde. Die Mengen an ausgegrabenen Müll lassen vermuten, dass sich auch Autobatterien darunter befinden könnten.

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