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Schmelze in Helguvík „stinkt“ zurzeit vielen

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Schmelze in Helguvík „stinkt“ zurzeit vielen

United Silicon, Helguvík.

Die Siliziummetallschmelze in Helguvík. Photo: Screenshot from RÚV.

Der Hochofen der United-Silicon-Siliziummetallschmelze in Helguvík auf der Halbinsel Reykjanes in Südwest-Island wurde Samstagnacht nach einer Abschaltung aufgrund der Reparatur eines Rohstoff-Förderbands wieder hochgefahren, berichtet RÚV.

Innerhalb einer Woche musste der Hochofen zum zweiten Mal heruntergefahren werden. Es gab in der betreffenden Nacht zehn Beschwerden wegen Geruchsbelästigung. Bis Samstagnachmittag erreichten die Umweltagentur Islands seit dem vorhergehenden Sonntag, als der Hochofen nach einmonatiger Unterbrechung wieder hochgefahren wurde, etwa 120 Beschwerden wegen Geruchsbelästigung.

Kristleifur Andrésson, Leiter der Bereiche Sicherheit und Umwelt bei United Silicon, erklärte, der Geruch könne vom Neustart des Hochofens nach der einmonatigen Pause herrühren, und dass es drei Monate dauern könne, bis er wieder auf vollen Touren laufe. Kristleifur sagte, derzeit arbeite der Hochofen bei 28 Megawatt, die volle Leistung liege bei 32 Megawatt. Seien diese erreicht, würde keine Geruchsbelästigung mehr vom Hochofen ausgehen.

Während des Monats, in der die Umweltagentur die Arbeit des Werks stilllegte, wurden mehr als 30 die Anlage betreffende Schwachstellen repariert, nachgerüstet oder ausgetauscht.

Zwischen 70 und 80 Personen arbeiten in der Fabrik. Das Amt für Arbeitssicherheit und Gesundheit in Island (AOSH) hat beantragt, dass United Silicon die Gesundheit seiner Mitarbeiter untersuchen lässt. Kristleifur berichtet, die meisten Mitarbeiter seien inzwischen untersucht worden, die Ergebnisse würden baldmöglichst ans AOSH weitergeleitet.

Sigrún Ágústsdóttir, Bereichsleiterin an der Umweltagentur, erklärte, die Ergebnisse der jüngsten Messungen im und beim Siliziumwerk würden bis Ende des Monats erwartet.

Zugespitzt hat sich die schon länger nicht zufriedenstellende Lage in der Siliziummetallschmelze, als dort am 18. April ein Brand ausbrach. Umweltministerin Björt Ólafsdóttir meldete sich zu Wort, erklärte, sie habe nun mehr als genug von den Entwicklungen im Werk. Für einige Zeit wurde die Anlage daraufhin geschlossen, United Silicon musste einen Maßnahmenkatalog abarbeiten. Mehr dazu lesen Sie hier (auf Deutsch).

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