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Brand im Lavafeld durch Zigarette

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Brand im Lavafeld durch Zigarette

Moss on fire in Snæfellsnes.

Löscharbeiten im Lavafeld. Photo: Bjargey Ólafsdóttir.

Der gestrige Brand im Lavafeld Beruvíkurhraun im westisländischen Nationalpark Snæfellsnes ist durch einen Zigarettenstummel verursacht worden, berichtet RÚV. Das Feuer hatte sich entlang einer alten Fischerroute von Sandhólar nach Dritvík auf einer Fläche von 1200 qkm ausgebreitet. Das Gebiet liegt etwa einen Kilometer von dem beliebten Strandabschnitt Djúpalónssandur entfernt.

Ganz in der Nähe eines Wanderweges und etwa 300 Meter vom Parkplatz entfernt fing das trockene Moos Feuer, von dort aus breiteten die Flammen sich rasch weiter aus. Mitarbeiter des Nationalparks und Freiwiliige eilten zur Stelle und schafften es, den Brand innerhalb von zwei Stunden zu löschen, wie es in einer Pressemitteilung der isländischen Umweltagentur heisst. Das Gebiet ist bis nach Mitternacht engmaschig kontrolliert worden.

Der leitende Nationalparkranger Jón Björnsson hatte den Rauch gegen 16 Uhr entdeckt, ein glücklicher Zufall, wie er sagt, denn sonst hätte sich das Feuer noch schneller ausgebreitet. Es habe im Nationalpark seit drei Wochen nicht geregnet, und das Moos sei sehr trocken, daher noch leichter in Brand zu setzen.

Jón bietet die Besucher des Nationalparks inständig, Zigarettenstummel nicht einfach wegzuwerfen, sondern mitzunehmen, wenn sie den Park verlassen.

Vor allem Lavafelder trocknen schnell aus weil sie das Regenwasser nicht speichern. Altes Gras und Moos sind daher leicht entzündlich und Brände in Lavafeldern können verheerende Ausmasse annehmen. Vor zwei Jahren hatte ein Tourist im Lavafeld unterhalb des Grábrók in Westisland sein Toilettenpapier angezündet und damit einen Flächenbrand verursacht.

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