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Skógafoss und weiteren Gegenden geht es nicht gut

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Skógafoss und weiteren Gegenden geht es nicht gut

Skógafoss

Der Wasserfall Skógafoss. Photo: Matt Chapman.

Der Wasserfall Skógafoss in Süd-Island wurde der Liste der gefährdeten Gegenden, die die Umweltagentur von Island alle zwei Jahre erstellt, hinzugefügt, wie RÚV berichtet. Die auf Deutsch übersetzt „Rote Liste - Gegenden in Gefahr” benannte Liste trägt Areale zusammen, die besonders in Gefahr sind, nicht mehr erhalten werden zu können. In der diesjährigen Roten Liste finden sich sechs Gegenden, darunter Geysir in Süd-Island, der See Mývatn und der Fluss Laxá in Nordost-Island.

Der Bericht besagt, Skógafoss sei ein sehr bekanntes Urlauberziel, dessen Sichtbarkeit von der Ringstraße aus dafür sorgt, „dass praktisch jeder Urlauber, der vorbeifährt, beim Wasserfall anhält und ihn besucht.” Allerdings sei die derzeitige Infrastruktur, beispielsweise in Sachen Parkmöglichkeiten und Wander- oder Spazierwege, nicht annähernd ausreichend für die große Zahl an Urlaubern, die jeden Tag kommen. Die Wege oberhalb des Wasserfalls seien wegen des hohen Fußgängeraufkommens in schlechtem Zustand.

In der letzten Ausgabe der Liste war der Wasserfall auf der sogenannten Orangen Liste verzeichnet, die Gegenden listet, die unter erhöhter Belastung stehen, aber noch nicht so gefährdet sind als die auf der Roten Liste.

Geysir befindet sich bereits seit 2010 auf der Roten Liste. Als weltberühmte Touristen-Adresse ziehe Geysir das ganze Jahr über täglich große Touristenmengen an, und obwohl das Gelände gut eingeteilt wäre, sei die Fläche zu klein, die Besucher so zu verteilen, dass dabei das fragile Ökosystem geschützt werden könne. Geysir ist bislang auch noch nicht als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Zu den vorrangigen Zielen der Roten Liste gehört es, die Bemühungen zur Erhaltung der betreffenden Areale zu unterstützen, Investitionen in die gefährdeten Bereiche voranzutreiben, das Bewusstsein für die Gefahren zu erhöhen und Kooperationen zu ihrem Schutz zu fördern.

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