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Massenentlassung bei Icelandair

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Massenentlassung bei Icelandair

Icelandair plane

Photo: Páll Stefánsson.

Die Entscheidung der isländischen Fluggesellschaft Icelandair, 115 Piloten zu entlassen, ist keine gute Grundlage für Gehaltsverhandlungen, meint der Vorsitzende des isländischen Pilotenverbandes. Wie RÚV berichtet, sollen die Verträge der Piloten im September auslaufen.

Gestern hatte es gehiessen, dass Icelandair mindestens 115 Piloten entlässt, ausserdem sollen 70 Flugkapitäne zum kommenden Winter zu einfachen Piloten degradiert werden. Personelle Fluktuationen wie diese könnten auf die jahreszeitlichen Schwankungen zurückzuführen sein, und oft werden solche Entlassungen später rückggängig gemacht. Die Fluggesellschaft beschäftigt etwa 520 Piloten.

Skúli Mogensen, der Geschäftsführer der Fluglinie WOW Air, hat seine Bereitschaft ausgedrückt, die entlassenen Piloten einzustellen. In einem Interview mit dem Morgunblaðið sagte Skúli, er schätze sich glüclich, den Piloten Arbeit in seinem Unternehmen anbieten zu können, da sie den Qualifikationsansprüchen seines Unternehmens gerecht würden.

Örnúlfur Jónsson von der Pilotenorganisation beklagte die schlechte Personalpolitik der staatlichen Fluglinie und glaubt, es gehe nur darum, Geld zu sparen. Örnúlfur war am Morgen vom Sender Rás 2 interviewt worden.

“Wir haben an dieser Sache seit einigen Jahren gearbeitet. Diese Situation hat uns extrem ermüdet und wir glauben einfach, dass die Personalpolitik unfair und unzureichend ist. Die [das Management von Icelandair] sehen eine Gelegenheit, um Geld zu sparen, indem sie Leute für einige Monate von der Gehaltsliste streichen, und wir glauben, dass dies etwas ist, das sie überdenken sollten. Das Motiv dahinter ist rein finanziell.”

Am vergangenen 1. Februar war die Icelandair-Aktie in nur einer Woche um 33 Prozent gefallen. Heute notiert sie mit den gleichen Wert wie am 8.Februar. Der Aktiensturz könnte die Folge einer Ankündigung der Fluggesellschaft vom 1. Februar sein, in der sie vor kurzfristiger Ungewissheit warnte. Zu dem Zeitpunkt waren die Buchungen zurückgegangen, dazu war der durchschnittliche Ticketpreis auf dem Markt stärker gefallen als man angenommen hatte.

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