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Isländisches Gemüse im Konkurrenzkampf

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Isländisches Gemüse im Konkurrenzkampf

Vegetables from Sólheimar.

Isländisches Biogemüse aus Sólheimar. Photo: Áslaug Snorradóttir.

Im vergangenen Monat hat die US-amerikanische Warenhauskette Costco in Island eine Filiale eröffnet. Bislang sind etwa 43 Prozent aller Isländer dort zum Shoppen hingefahren, in einer Facebookgruppe tauschen sich fast 80.000 Kunden über Preise aus.

Gunnlaugur Karlsson, der Geschäftsführer des Verkaufsverbands der isländischen Gemüsebauern, sagte RÚV gegenüber, die Eröffnung der Kette habe negative Auswirkungen auf den Verkauf isländischen Gemüses. Costco führt ausschliesslich ausländisches Gemüse im Angebot.

“Der Verkauf einiger Gemüsesorten ist zurückgegangen, aber das scheint nun wieder besser zu werden.” sagt Gunnlaugur.

Langfristig gesehen hege er nicht viel Sorge. Es gebe derzeit Verhandlungen um den Verkauuf von isländischem Gemüse bei Costco. “Sie haben ihr Interesse bekundet, isländisches Gemüse anzubieten, wir schauen mal, wie sich das entwickelt, das ist ein spannender Moment.”

Auch wenn es für die isländischen Gemüsebauern schwer werden könnte, mit den Preisen von Costco mitzuhalten, so sei die Qualität des isländischen Gemüses durchaus konkurrenzfähig, obwohl die meisten Sorten in der Supermarktkette Bioprodukte seien.

“Die Standards in den einzelnen Ländern sind unterschiedlich, daher kann man nicht garantieren, dass eine Biogurke aus Spanien keine Zusatzstoffe enthält,” meint Gunnlaugur.

“Ich denke, der Kunde merkt, dass wir hier besondere Bedingungen haben, wie etwa das Wasser. Eine gute Bewässerung ist absolut wichtig, und dann haben wir besonders wenige Schädlinge, sodass man hier eine biologische Schädlingsbekämpfung durchführen kann und keine chemischen Mittel im Anbau braucht. Qualitätsmässig stehen wir da auf einem guten Platz.”

Der Preis sei da schon schwieriger. Man könne nicht mit dem Billigsten bei Costco konkurrieren, aber bei der Qualität stehe sich isländische Ware sehr gut.

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