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38-Stundenwoche im Versuch

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38-Stundenwoche im Versuch

Reykjavík harbor.

Photo: Páll Stefánsson.

Die isländische Fischereibehörde hat einen Versuch zur Arbeitszeitverkürzung in Gang gesetzt. Wie RÚV berichtet, beträgt die Arbeitszeit der Angestellte 38 statt bisher 40 Stunden pro Woche. Mitarbeiter der Fischereiaufsicht sind von von dem Versuch ausgenommen.

Hildur Ösp Gylfadóttir, die Personal- und Finanzchefin der Behörde, sagt, dass die Beschäftigten sehr zufrieden mit dem Projekt seien. Die Leistungen seien nicht gesunken. Die Mitarbeiter können frei wählen, wann sie die freien Stunden nehmen, die meisten verkürzen am Donnerstag oder Freitag ihren Arbeitstag.

Das Projekt begann am 1. Mai und soll bis zum Jahresende fortgesetzt werden. Hildur sagt, man möchte die Zufriedenheit der Mitarbeiter verbessern und ihnen ermöglichen, Arbeitszeit und Privatleben besser unter einen Hut zu bringen, wobei gleichzeitig die Serviceleistung erhalten wird. Im folgenden soll die Arbeitszeit dann noch weiter verkürzt werden.

Auch die Interessensgemeinschaft der öffentlichen Angestellten (BSRB) hat mit der Stadt Reykjavík ein Versuchsprojekt zur Arbeitszeitverkürzung ausgehandelt, hier soll die Wochenarbeitszeit auf 36 Stunden verkürzt werden.

Wie die Juristin der BSRB, Sonja Þorbergsdóttir, RÚV gegenüber sagte, haben die Isländer die längste Wochenarbeitszeit in den nordischen Ländern, wo zwischen 37 und 38,5 Stnden pro Woche gearbeitet wird, während in Island seit dem Jahr 1960 die 40-Stundenwoche herrscht. Seitdem habe es im Arbeitsumfeld der Menschen und in der technischen Ausrüstung viele Veränderungen gegeben, nur die Wochenarbeitszeit habe nie zur Debatte gestanden. Der BSRB habe sich zum Ziel gesetzt, die 36-Stundenwoche einzuführen.

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