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Höhere Strafe für Handy am Steuer gefordert

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Höhere Strafe für Handy am Steuer gefordert

Selfie.

Photo: Páll Stefánsson.

In Island erhalten jedes Jahr fast 500 Autofahrer eine Verwarnung wegen Handybenutzung am Steuer. Manche finden, dass die derzeit zahlbare Strafgebühr von 5000 ISK zu niedrig ist. Zahlt man das Strafgeld sofort, reduziert es sich sogar auf 3,750 ISK, berichtet RÚV.

“Ich denke, es ist so wenig Geld, dass es den Leuten schlicht egal ist. Und wenn es eine Situation im Strassenverkehr gibt, wo es den Leuten egal ist, ob sie ein Verwarngeld zahlen müssen oder nicht, dann sieht jeder normaldenkende Mensch, dass das so nicht funktioniert,” sagt Árni Friðleifsson, ein Polizist der Strassenverkehrsabteilung bei der Reykjavíker Polizei.

Das sieht der Staatsanwalt genauso. Im Juni legte er dem Verkehrsministerium einen Vorschlag für höhere Strafen bei Ordnungswidrigkeiten im Strassenverkehr vor. Die Strafen sollten dem generellen Preisanstieg angepasst werden, für den Handygebrauch am Steuer schlug er jedoch 40.000 ISK vor. Das ist achtmal mehr als bislang üblich.

Er ist der Ansicht, dass weitere Gesetze notwendig sind, um nicht nur das Telefonieren, sondern auch das Schreiben von Kurzmitteilungen und das Surfen im Internet strafbar zu machen, ausserdem sollten neue Regeln auch andere elektronische Geräte miteinbeziehen.

Auch wenn es sich als schwierig erweisen kann, den Handygebrauch im Fall eines Verkehrsunfalls nachzuweisen, so sagt Árni, habe er doch beobachtet, dass viele Autofahrer nach unten schauen, sobald der Verkehr sich verlangsamt. “Die Leute beantworten dann Emails und achten nicht mehr auf sen Verkehr.” so sagt er. “Wir haben das schon zu oft gesehen. Auffahrunfälle sind wirklich ziemlich häufig, weil die Leute am Telefon sind und sich darauf konzentrieren.”

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