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Gullfoss-Opfer war georgischer Asylbewerber

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Gullfoss-Opfer war georgischer Asylbewerber

Nika Begades

Photo: South Iceland Police/Facebook.

Der Mann, der am Mittwoch in den Gullfoss gefallen ist, konnte von der südisländischen Polizei identifiziert werden. Es handelt sich um den 22-jährigen Nika Begades aus Georgien, berichtet RÚV. Die Freunde des Mannes halfen der Polizei dabei, seine Familie in Georgien ausfindig zu machen, und die Polizei informierte die Hinterbliebenen über Nikas Verschwinden.

Nika war am Mittwoch nachmittag in den Gullfoss gestürzt. Ein vor Ort zurückgelassenes Fahrzeug hatte die Polizei auf seine Spur geführt.

“Als wir Kontakt mit den Besitzern des Fahrzeugs aufgenommen hatten, sahen wir auch den jungen Mann, der das Auto ausgeliehen hatte. Wir haben dann die Videobänder der Überwachungskamera am Gullfoss überprüft und erkannten ihn, als er das Auto verliess,” erklärte Sveinn Kristján Rúnarsson, der Chef der südisländischen Polizei.

Bilder des Mannes und seine Kleidung auf dem Video passten auf die Beschreibung von Augenzeugenberichten, die ihn wenig später im Wasser sahen.

Der 22-jährige Nika stammte aus Georgien. Er lebte in Reykjanesbær in Südwestisland und wartete dort darauf, dass sein Antrag auf Asyl bearbeitet wird. Der Polizei ist nicht bekannt, wie lange Nika sich schon in Island aufgehalten hatte. Die Suche nach Nika ist heute den ganzen Tag über weitergelaufen, sie soll ab morgen mit Flugdrohnen weitergeführt werden, ein Boot steht bereit, falls der Mann gefunden werden sollte. Alle anderen Einheiten der Rettungsteams sind abgezogen worden, nachdem es gestern für drei Rettungsbootfahrer im strömungsreichen Wasser fast zu einem Unfall gekommen wäre.

Am Mittwoch war Georgien von der isländischen Einwanderungsbehörde auf die Liste der sogenannten sicheren Drittstaaten gesetzt worden, wo Menschenrechte geachtet werden. Bürger aus solchen Ländern erhalten normalerweise kein Asyl in Island und werden in der Regel in ihre Heimat zurückgebracht.

Ein Vertreter der Einwanderungsbehörde stand bislang für einen Kommentar nicht zur Verfïugung.

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