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Nutzviehstatistik 2017: Schafbestand schrumpft

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Nutzviehstatistik 2017: Schafbestand schrumpft

Photo: Dagmar Trodler

Im Mai hatte die Veterinär- und Lebensmittelbehörde MAST ihre Nutzviehstatistik 2016/2017 veröffentlicht.

Insgesamt gibt es in Island demnach 665.386 Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben, hinzu kommen 358.979 Stück Federvieh.

In den 645 Rinderzuchtbetrieben leben 80.024 Rinde, davon sind 26.247 Milchkühe und 2.176 Fleischrinder. Der grösste Teil lebt im Süden des Landes, in Suðurnes gibt es keine Rinder.

Wie das Bændablaðið berichtet, ist der Rinderbestand in Island so gross wie noch nie zuvor, unter anderem weil der Tourismus nach mehr Milch- und Fleischprodukten verlangt.

Der Schafbestand hat sich hingegen in den vergangenen 35 Jahren um fast die Hälfte verringert. Im Jahr 1981 hatte es noch 794.097 Schafe im Winterfutter gegeben, oder 3,5 Schafe für jeden Isländer. Im Jahr 2016 war der Bestand auf 475.893 zusammengeschrumpft, mit nur noch 1,4 Tieren pro Einwohner. Nur zweimal in der jüngeren Geschichte war die Zahl der Schafe auf unter 490.000 gerutscht, in den Jahren 1994 und 1998.

Die meisten Schafzuchtbetriebe befinden sich im Norden des Landes, hier vor allem im Húnavatnsýsla. Auf Platz zwei liegen das Südland und Südostisland. In den Westfjorden und Ostfjorden ist der Bestand stark zurückgegangen, auf 9 Prozent bzw. 12 Prozent. In Suðurnes gibt es mit 801 Schafen die wenigsten Exemplare im ganzen Land. Schafe werden ausschliesslich für Fleisch und Wolle gezüchtet, derzeit gibt es keinen Hof im ganzen Land, der Schafe melkt, um die Milch zu verarbeiten.

Die isländische Ziege ist weiterhin vom Aussterben bedroht, auch wenn der Bestand sich in den vergangenen 35 Jahren verfünffacht hat. Im Jahr 1989 lebten nur noch 323 Ziegen, im Jahr 2007 konnte der Bestand auf 500 Tiere vergrössert werden. Zur Zeit gibt es 1.188 Exemplare.

Die meisten Ziegen (291) leben im Borgarbyggd und im Skagafjörður (124), der Rest des Bestandes verteilt sich über das ganze Land in Klein- und Kleinsthaltungen. Bis auf wenige Ausnahmen werden Ziegen in Island nicht gemolken.

Der Pferdebestand ist in den letzten Jahrzehnten geschrumpft. Gab es im Jahr 1996 noch 80.582 Pferde, so verringerte sich der Bestand im Jahr 2012 auf 77.380 Exemplare. Im vergangenen Jahr wurden nun 67.186 Pferde auf 2.470 Höfen gezählt. Die Zahlen sind allerdings nicht zuverlässig. Der Bauernverband kritisiert, dass viele Pferdehalter vor allem in den Städten ihre Pferde gar nicht angeben, sodass die Zahl durchaus auch höher ausfallen könnte.

Die meisten Pferde leben im Skagafjörður(6.836 Pferde) , auf Platz zwei liegt das Rangárþing eystra (6.251(, danach kommt der Borgarfjörður (5.249). In der Stadt Reykjavík sind 700 Pferde eingetragen, für Kópavogur stehen 466 Pferde in der Liste, doch in Anbetracht der grossen Stallungen im Hauptstadtgebiet dürften diese Zahlen weitaus höher liegen.

In Árneshreppur im Bezirk Strandir in den Westfjorden gibt es kein einziges Pferd. Auf den Westmännerinseln sind 12 Pferde eingetragen, ebenso im Vesturbyggð und im Tálknarfjörður. Sandgerði auf der Halbinsel Reykjanesbær hat 17 Pferde, der Bezirk Kaldaneshreppur kommt auf 20 Pferde.

Der Schweinebestand hat sich in den vergangenen 35 Jahren verdoppelt. Lebten im Jahr 1981 noch 1.494 Schweine in Island, waren es in diesem Jahr 3.510 Schweine. Hinter dieser Zahl verbergen sich allerdings nur Zuchtsauen und Eber, aber keine Jungtiere, eine genaue Zählung von Ferkeln erweist sich als kaum durchführbar.

Ähnlich unzuverlässig sind die Zahlen in der Federviehzucht, die besten Zahlen liefern am Ende die Schlachthäuser. Der Zählung von MAST zufolge gibt es Im gesamten Land 358.979 Stück Federvieh, darunter nicht nur Hühner, sondern auch Enten, Puten, Gänse, sowie 104 Vögel, die keiner dieser Gruppen angehören.

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