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Gletscherlauf im Múlakvísl

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Gletscherlauf im Múlakvísl

Photo: Páll Stefánsson

Im Fluss Múlakvísl unterhalb des Mýrdalsjökull findet offenbar ein kleiner Gletscherlauf statt, nachdem sich vorgestern Abend im Vulkan Katla eine Erdbebenserie ereignet hatte. Das schwerste Beben hatte eine Stärke von 4,5 gehabt.

Hildur María Fríðriksdóttir, die wachthabende Katastrophenschutzexpertin beim isländischen Wetterdienst, sagte RÚV gegenüber, es sei nicht klar, ob die Flut verebbe, oder ob der Gletscherlauf stärker werde. Bislang gebe es in den Messdaten keine Hinweise auf abnormale seismische Aktivität.

In den vergangenen Tagen ist die Konduktivität im Múlakvísl langsam und stetig angestiegen, hinzu kam ein ungewöhnlich hoher Wasserstand. Den ganzen Freitag über war die Konduktivität unverändert geblieben. Der Gletscherlauf kann jederzeit anschwellen, dann sind Bauwerke und Menschen am Flussufer in Gefahr. Die Brücke über den Múlakvísl wurde bei einem ähnlichen Gletscherlauf im Jahr 2011 fortgespült.

Unter dem Mýrdalsjökull sind einige Geothermiegebiete bekannt, die Flut im Múlakvísl stammt aus diesen Gebieten. Wie RÚV schreibt, hängt es vom jeweiligen Geothermiegebiet ab, ob sich Schmelzwasser dort ansammelt oder nicht, aber auch wieviel sich in einem Schmelzwassersee ansammelt, bevor er sich entleert, und dann, wie rasch er sich entleert.

Die Wege an beiden Ufern des Múlakvísl sind gesperrt worden, um Touristen daran zu hindern dort zu übernachten, gab Ágúst Bjartmarsson, der Bezirksleiter der Strassenverwaltung in Vík bekannt. Man rieche auch deutlich den Schwefel über dem Wasser. Derzeit sei dort ohnehin nicht viel Verkehr.

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